Insel & Natur auf La Palma: Vulkane, Lorbeerwälder und einer der reinsten Sternenhimmel der Welt

Uralt. Lebendig. Unwahrscheinlich. Man tritt unter den dichten Blätterdach des Lorbeerwalds, und das Licht bricht sich in tausend Grüntönen auf feuchtem Moos. Hier, im Biosphärenreservat La Palma, atmet die Erde den Geist des Tertiärs: ein Laurisilva-Lorbeerwald, der als biologisches Relikt die Eiszeiten überstand — genährt durch die konstante Feuchtigkeit des Nordostpassats. Und wenige Kilometer westlich davon spuckte 2021 ein Vulkan drei Monate lang Lava aufs Meer.

Endemische Schätze und eine Insel in Bewegung

Über 1.000 Pflanzenarten prägen die Insel, darunter endemische Arten wie der Tajinaste rojo — dessen leuchtend rote Blütenkerzen von Mai bis Juni den Roque de los Muchachos in ein Naturspektakel verwandeln, das es so nur auf La Palma gibt. Der Nationalpark Caldera de Taburiente ist seit 1954 geschützt; der Tajogaite der jüngste Vulkan Europas. Kurzflossen-Grindwale leben ganzjährig vor der Westküste. Und über allem thront der Roque de los Muchachos mit dem Starlight-Zertifikat: einer der reinsten Sternenhimmel der Welt. La Palma ist eine Insel in Bewegung — geologisch, biologisch, atmosphärisch.