Insel & Natur auf La Palma: Vulkane, Lorbeerwälder und einer der reinsten Sternenhimmel der Welt
Uralt. Lebendig. Unwahrscheinlich. Man tritt unter den dichten Blätterdach des Lorbeerwalds, und das Licht bricht sich in tausend Grüntönen auf feuchtem Moos. Hier, im Biosphärenreservat La Palma, atmet die Erde den Geist des Tertiärs: ein Laurisilva-Lorbeerwald, der als biologisches Relikt die Eiszeiten überstand — genährt durch die konstante Feuchtigkeit des Nordostpassats. Und wenige Kilometer westlich davon spuckte 2021 ein Vulkan drei Monate lang Lava aufs Meer.
Endemische Schätze und eine Insel in Bewegung
Über 1.000 Pflanzenarten prägen die Insel, darunter endemische Arten wie der Tajinaste rojo — dessen leuchtend rote Blütenkerzen von Mai bis Juni den Roque de los Muchachos in ein Naturspektakel verwandeln, das es so nur auf La Palma gibt. Der Nationalpark Caldera de Taburiente ist seit 1954 geschützt; der Tajogaite der jüngste Vulkan Europas. Kurzflossen-Grindwale leben ganzjährig vor der Westküste. Und über allem thront der Roque de los Muchachos mit dem Starlight-Zertifikat: einer der reinsten Sternenhimmel der Welt. La Palma ist eine Insel in Bewegung — geologisch, biologisch, atmosphärisch.
San Andrés: Malerischer Kirchplatz und alter Fischerhafen

San Andrés ist das ältere und kleiner e der zwei Ortschaften, aus denen die Gemeinde San Andrés y Sauces besteht — und das schönere. Die Plaza de San Andrés mit der Iglesia San Andrés Apóstol, einem hübschen Brunnen und typisch kanarischen Häusern mit Holzbalkonen ist eines der pittoresksten Ortsbil
Los Cancajos: Strand, Schnorcheln und Abendlicht an der Ostküste

Los Cancajos ist La Palmas am besten erschlossener Badeort an der Ostküste — und der erste Strand, den viele Reisende der Insel kennenlernen, da er nur fünf Minuten vom Flughafen SPC entfernt liegt. Was man nicht erwartet, wenn man aus dem Flieger steigt: ein schwarzer Sandstrand mit kristallklarem,
Franceses & Gallegos: La Palmas vergessene Nordküste

Es gibt Orte auf La Palma, zu denen kein Busfahrplan passt und kein Reiseführer wirklich hinführt. Franceses und Gallegos gehören dazu. Die beiden kleinen Weiler an der Nordküste der Gemeinde Garafía sind durch den camino real verbunden — den alten Königswanderweg, der die Dörfer des Nordens lange v
El Tablado: Das Dorf am Ende der Straße

Man nimmt eine Abzweigung von der Straße zwischen Puntagorda und Barlovento und fährt kurvenreich bergab, immer tiefer in den Nordwesten, bis die Straße endet und ein Dorf beginnt, das so aussieht, als hätte die Zeit vergessen, es zu finden. El Tablado liegt auf einem Bergrücken in der Gemeinde Gara
Tajuya: Wo man dem Tajogaite am nächsten ist

Tajuya ist ein kleiner Ortsteil von El Paso, der vor dem 19. September 2021 kaum jemandem außerhalb La Palmas ein Begriff war. Das hat sich geändert. Der Tajogaite-Vulkanausbruch begann an einem Westhang der Cumbre Vieja, der Tajuya am nächsten liegt — und machte den Ort über Nacht zum Epizentrum ei
Argual und Tazacorte: Das koloniale Erbe des Aridanetals

Das Aridanetal ist das grüne Wirtschaftsherz La Palmas — und Argual ist sein historisches Rückgrat. Der kleine Ortsteil von Los Llanos, wenige Kilometer nördlich des Stadtzentrums, beherbergt einige der ältesten und prächtigsten Herrenhäuser der Westküste. Zuckerbaronen, die im 16. Jahrhundert mit d
Die Kirchen von Santa Cruz: Mudéjar, flämische Meister und kanarische Kunst

Santa Cruz de La Palma war im 16. Jahrhundert eine der reichsten Städte des Atlantiks — und diesen Reichtum hat sie in Kirchenbauten investiert, die noch heute ihresgleichen auf den Kanaren suchen. Flämische Kaufleute stifteten Altäre und Gemälde; kanarische Handwerker zimmerten Kassettendecken aus
Die Kastelle von Santa Cruz: Zeugen des Piratenzeitalters

Dass eine kleine Insel im Atlantik zwei mittelalterliche Kastelle braucht, erklärt sich aus ihrer Geschichte: Santa Cruz de La Palma war im 16. Jahrhundert einer der wichtigsten Häfen des Atlantikhandels. Und wo Reichtum ist, kommen Piraten. 1553 plünderte der französische Freibeuter François Le Cle
Calle O’Daly: Die Einkaufsstraße mit irischem Namen

Die Haupteinkaufsstraße von Santa Cruz de La Palma heißt Calle Real — und im Volksmund und auf manchen Karten auch Calle O’Daly. Der irische Name erklärt sich aus der Geschichte: Im 17. Jahrhundert lebte in Santa Cruz eine bedeutende irische Kaufmannsfamilie namens O’Daly, die ihre Handelsverbindung
Balcones Típicos: La Palmas berühmteste Holzbalkone

Es gibt ein Bild, das La Palma auf jedem Reiseprospekt repräsentiert: grün gestrichene Holzbalkone über zwei Stockwerke, fein geschnitzt, übereinandergestapelt, vor einer weißen Fassade, dahinter der Atlantik. Dieses Bild entstand an der Avenida Marítima von Santa Cruz de La Palma — und die Wirklich
Plaza de España Santa Cruz: Das Renaissance-Herz der Hauptstadt

Es gibt Stadtplätze, die man einmal sieht und sofort versteht: Dieser Ort war einmal wichtig. Die Plaza de España in Santa Cruz de La Palma ist so ein Platz. Nicht wegen seiner Größe — er ist überschaubar — sondern wegen seiner Dichte. Hier stehen das Renaissance-Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, die
Puntallana: Die stille Gemeinde zwischen Lorbeerwald und Küste

Puntallana ist eine der am wenigsten besuchten Gemeinden La Palmas — und das, obwohl sie zwischen Santa Cruz und San Andrés y Sauces liegt und damit geografisch alles andere als abgelegen ist. Mit rund 2.000 Einwohnern ist sie klein; mit ihrer Kirchenarchitektur und dem angrenzenden Naturschutzgebie
San Andrés y Sauces: Nordosten, Lorbeerwald und das blaue Becken

San Andrés y Sauces — der Name klingt wie ein Gedicht — ist eine Doppelgemeinde im grünen Nordosten La Palmas. Die zwei Ortschaften San Andrés und Los Sauces liegen wenige Kilometer auseinander und bilden gemeinsam die bevölkerungsreichste Gemeinde des Nordens. Rund 4.000 Menschen leben hier, gepräg
Barlovento: Grün, ruhig und noch nicht entdeckt

Barlovento liegt im abgelegenen Nordosten La Palmas — und das ist kein Mangel, sondern ein Versprechen. Hier staut sich der Passatwind, der Lorbeerwald wächst in voller Pracht, und die Küste ist so rau und unzugänglich, dass kaum jemand herbeikommt. Barlovento — auf Deutsch Windseite oder Luv — hat
Breña Alta: Die grüne Nachbarin von Santa Cruz

Breña Alta gehört zu den Gemeinden La Palmas, die man leicht übersieht — nicht weil sie nichts zu bieten hätten, sondern weil sie im Schatten der großen Nachbarin Santa Cruz liegen. Die Gemeinde grenzt im Norden und Westen an Santa Cruz de La Palma und erstreckt sich über die Ostküste bis in die Höh
Fuencaliente: Am Ende der Insel, wo Wein und Salz entstehen

Wer La Palma von Norden nach Süden fährt, endet in Fuencaliente — buchstäblich. Die Südspitze der Insel ist der jüngste Teil La Palmas. Hier schuf der Vulkan Teneguía 1971 als letzter vor dem Tajogaite neues Land: Die Lava floss ins Meer und vergrößerte die Insel um ein paar Hektar. Auf diesem vulka
Villa de Mazo: Wo Blumenteppiche Geschichte erzählen

Einmal im Jahr, an Fronleichnam, bedecken die Bewohner von Villa de Mazo ihre Straßen mit Blumenteppichen, die ihresgleichen suchen. Farbige Blüten, gefärbter Sand, Salzkristalle und Lapilli — alles wird zu kunstvollen Mustern aus mythologischen und religiösen Motiven zusammengesetzt. Was aussieht w
Tijarafe: Dorf über der Piratenbucht

Wer in Tijarafe steht und nach Westen schaut, sieht hinunter auf einen Küstenabschnitt, der Piratenromantik verkörpert wie kaum ein anderer auf La Palma. Dort unten liegt Porís de Candelaria — eine Grotten-Siedlung in einer riesigen Basalthoehle, die früher Schmugglern und Piraten als Versteck dient
Puntagorda: Das Dorf, das im Winter rosa wird

Jedes Jahr im Januar und Februar verwandelt sich Puntagorda in ein Blütenmeer. Hunderte Mandelbäume blühen weiß und zartrosa auf den Terrassen und Hängen des Nordwestens — und das Dorf, das den Rest des Jahres still und beschaulich ist, zieht plötzlich Tausende von Besuchern an. Puntagorda liegt auf
Garafía: Wo La Palma noch nicht entdeckt wurde

Eine asphaltierte Straße nach Garafía gibt es erst seit den 1990er Jahren. Fließendes Wasser war noch Jahrzehnte zuvor Mangelware. Diese Abgeschiedenheit war keine Armut — sie war Schutz. Garafía, die nördlichste Gemeinde La Palmas mit kaum 2.000 Einwohnern, ist deshalb geblieben, was alle anderen I
Puerto Naos: Wo die Sonne La Palma am längsten streichelt

Es gibt Orte auf La Palma, die man kennen muss, weil sie schön sind — und es gibt Puerto Naos, das man kennen muss, weil es das Beste der Insel in einer einzigen Bucht versammelt. Schwarzer Vulkansand, über 300 Sonnentage im Jahr, das ruhige Wasser des Atlantiks und eine Promenade, die zum Nichtstun
El Paso: Das Tor, das in zwei Welten führt

El Paso liegt genau dort, wo La Palma am dramatischsten ist: auf der Westseite der Insel, eingeklemmt zwischen dem Nationalpark Caldera de Taburiente im Norden und dem Lavafeld des Tajogaite-Vulkans im Süden. Wer El Paso besucht, steht mit einem Fuß in einem der ältesten Naturparks Spaniens — und mi
Tazacorte: Wo die Bananen am besten schmecken

Manch einer sagt, dass in Tazacorte die besten Bananen der Kanaren wachsen. Das lässt sich nicht beweisen — aber wer einmal durch die endlosen Plantagen gefahren ist, die sich vom Ortszentrum bis hinunter zur Küste erstrecken, der versteht, warum der Satz so hartnaeckig kursiert. Tazacorte liegt im
Los Llanos de Aridane: Die größte Stadt, die kaum jemand kennt

Wer auf La Palma über die wichtigste Stadt spricht, denkt zuerst an Santa Cruz. Das ist historisch berechtigt, aber faktisch überholt: Los Llanos de Aridane hat Santa Cruz de La Palma als bevölkerungsreichste Stadt der Insel längst abgelöst. Rund 20.000 Menschen leben im Aridanetal — dem breitesten,
Santa Cruz de La Palma: Die Hauptstadt, die ihren Glanz nie verloren hat

Es gibt Städte, die wirken wie eingefroren — nicht weil sie sich nicht verändert hätten, sondern weil sie so klug mit ihrer Geschichte umgegangen sind, dass Neues und Altes ineinandergreifen, ohne dass eines das andere verdrängt. Santa Cruz de La Palma ist so eine Stadt. Am 3. Mai 1493 gründete Alon
La Palma: 14 Gemeinden, 82.000 Einwohner, eine Insel

La Palma ist keine Einheit — sie ist ein Geflecht aus 14 Gemeinden mit unterschiedlicher Geschichte, Bevölkerungsdichte und Wirtschaftsstruktur. Im Westen die lebhafte Ebene des Aridantales, im Norden das abgeschiedene Garafía, im Süden die Vulkangemeinde Fuencaliente, im Zentrum der Nationalpark. D
Die Indianos: La Palmas wohlhabende Rückkehrer

Im 19. Jahrhundert war La Palma arm. Die Landwirtschaft brachte wenig, die Wirtschaft stagnierte, und die Aussichten für junge Männer aus kanarischen Bauernfamilien waren gering. Viele emigrierten — nach Kuba, nach Venezuela, nach Puerto Rico. Sie gingen mit leeren Händen und dem Versprechen, dass A
Die Eroberung La Palmas 1493: Das Ende von Benahoare

La Palma war die letzte der Kanarischen Inseln, die von den Spaniern eingenommen wurde. Das war kein Zufall. Die Insel, die ihre Ureinwohner Benahoare nannten, galt als unüberwindbar. Als 1447 Graf Hernán Peraza eine 500 Mann starke Flotte schickte, kehrte sie mit 200 Toten zurück. Die Benahoaritas,
Die Benahoaritas: Die erste Gesellschaft La Palmas

Benahoare nannten sie ihre Insel — mein Land. Die Benahoaritas lebten auf La Palma, bevor irgendein Europäer den Atlantik überquert hatte. Woher sie kamen, ist nicht sicher. Analysen von Skelettfunden und Sprachresten legen nahe, dass sie mit den Berbern Nordafrikas verwandt waren und wahrscheinlich
Geschichte La Palmas: Von den Benahoaritas bis Tajogaite

Es gibt Orte, die älter sind als ihre Namen. La Palma ist so ein Ort. Die Insel, die ihre Ureinwohner Benahoare nannten, war bereits vor über 2.000 Jahren bewohnt — von Menschen, die wohl mit Booten von Nordafrika hertrieben und auf einer Insel eine Zivilisation aufbauten, die erst mit der spanische
Astronomie auf La Palma: Unter den besten Sternen der Welt

Es gibt nur wenige Orte auf der Erde, an denen der Himmel so klar ist. Der Roque de los Muchachos auf La Palma — 2.426 Meter hoch, über der Inversionsschicht der Passatwolken, mit außerordentlich stabiler Atmosphäre — gehört zu den besten astronomischen Standorten der nördlichen Hemisphäre. Das Obse
Las Nieves: Lorbeerwälder und das Heiligtum der Insel

Las Nieves — auf Deutsch: der Schnee — liegt oberhalb von Santa Cruz de La Palma in einem feuchten Lorbeerwaldgebiet, das als eines der schönsten Schutzgebiete der Ostküste gilt. Der Name hat nichts mit dem kanarischen Klima zu tun: Er erinnert an die Schutzpatronin der Insel, die Virgen de las Niev
Naturpark Cumbre Vieja: Der lebende Vulkankamm La Palmas

Der Parque Natural de la Cumbre Vieja nimmt ein fast 75 Quadratkilometer großes Gebiet im südlichen Zentrum La Palmas ein. Er erstreckt sich über fünf Gemeinden und schützt einen der geologisch aktivsten und landschaftlich eindrucksvollsten Abschnitte der gesamten Kanaren. Vulkankegel, Schlackefläch
Biosphärenreservat La Palma: Die ganze Insel unter UNESCO-Schutz

Im Jahr 2002 erklärte die UNESCO die gesamte Insel La Palma zum Biosphärenreservat — eine Auszeichnung, die nur wenige Inseln weltweit tragen. Die Entscheidung war keine Formsache: La Palma hat mit dem Nationalpark Caldera de Taburiente, dem Lorbeerwald Los Tilos, dem Naturpark Cumbre Vieja und eine
Wale und Delfine vor La Palma: Atlantik-Wildnis direkt vor der Küste

Die Kanaren gelten als eines der besten Whale-Watching-Gebiete Europas. Und La Palma, mit seiner tiefen Westküste und dem sauberen Atlantikwasser, hat dabei eine gute Ausgangslage. Grindwale (Globicephala macrorhynchus) leben ganzjährig in den kanarischen Gewässern; Gewöhnliche Delfine (Delphinus de
Die Eidechsen La Palmas: Schnell, scheu und allgegenwärtig

Man steht auf einem Lavakamm, der Wind zieht warm übers Gesicht — und plötzlich huscht etwas über den Stein. Blitzschnell. Lautlos. Perfekt getarnt. Willkommen in der Wildnis La Palmas. Die Insel gilt als karg, als wenig fäunistisch reichhaltig. Aber wer genau hinschaut, findet echte Natur — und kei
Vogelbeobachtung auf La Palma: Endemiten im Lorbeerwald

La Palma ist kein Mekka des Birding wie Fuerteventura oder Teneriffa — aber für die, die es wissen, hat die Insel etwas zu bieten, das die anderen nicht haben: Endemische Vogelarten, die ausschließlich im kanarischen Lorbeerwald leben und nirgendwo sonst auf der Welt. Ein Spaziergang durch Los Tilos
Die Fauna La Palmas: Klein, endemisch und übersehen

La Palma ist kein Safari-Ziel. Wer Löwen oder Elefanten sucht, ist hier falsch. Aber wer genau hinschaut — auf Steinen, in Gebüschen, im Lorbeerwald, unter der Wasseroberfläche — entdeckt eine Fauna, die in ihrer Eigenartigkeit überwältigt: Endemische Eidechsen mit blauen Kehlen. Tauben, die wie ihr
Avocado auf La Palma: Das grüne Gold der Westküste

In den letzten Jahren hat ein neues Grün die Hänge der Westküste La Palmas erobert: Avocadobäume. Die Nachfrage nach europäischen Avocados steigt; La Palma, mit seinem milden Atlantikklima, dem fruchtbaren Vulkanboden und der gut ausgebauten Bewässerungsinfrastruktur, hat sich als einer der vielvers
Weinbau auf La Palma: Malvasía, Vulkanasche und ein Comeback

Im 16. und 17. Jahrhundert tranken die Königshäuser Englands den Malvasía von La Palma. Shakespeare erwähnt Malmsey — den britischen Namen für Malvasía — in mehreren Stücken. Das war kein Zufall: Santa Cruz de La Palma war damals einer der bedeutendsten Hafenhäfen des Atlantikhandels, und der Wein a
Bananenanbau auf La Palma: Das süße Rückgrat der Westküste

Wer auf La Palma in Richtung Westen fährt, sieht sie überall: breite grüne Blätter, die sich zu dichten Plantagen reihen, umhüllt von blauen Plastiknetzen, durch die goldgelbe Fruchtstände ragen. Die Banane — auf den Kanaren Plátano genannt — ist das wichtigste Exportprodukt La Palmas und das prägen
La Palmas Pflanzenwelt: Ein Viertel der Kanarenendemiten nur hier

La Palma heißt nicht ohne Grund La Isla Verde — die Grüne Insel. Rund 2.000 Pflanzenarten wachsen auf der kleinen Vulkaninsel; mehr als ein Viertel davon sind Endemiten der Kanaren, und ein erheblicher Teil davon kommt ausschließlich auf La Palma vor. Diese botanische Einzigartigkeit verdankt die In
Die Wolfsmilchgewächse La Palmas: Überleben als Kunst

Wer zum ersten Mal an der Küste La Palmas entlangfährt, wundert sich über die eigenartigen Pflanzen am Wegesrand: aufrechte, vielästige Gewächse mit grünen Rutens, die keine Blätter haben und in ihrer Form an riesige Kandelaber erinnern. Es sind Wolfsmilchgewächse — Euphorbien — und sie gehören zu d
Tajinaste auf La Palma: Das Blütenspektakel, das Teneriffa übertrifft

Wer Tajinaste hört, denkt an Teneriffa — an die leuchtend roten Kerzen, die im Frühjahr die Hochgebirgslandschaft des Teide flächen. Doch La Palma, die Isla Bonita, übertrifft den großen Nachbarn in einem entscheidenden Punkt: Auf La Palma blüht nicht eine, sondern drei verschiedene Tajinaste-Arten
Der Drachenbaum: La Palmas urältestes Naturerbe

Manch einer nennt ihn den Drachen-Baum, weil sein Harz rot ist wie Blut. Manch einer nennt ihn so, weil beim Abschlagen eines Astes — wie beim Drachen — immer neue Triebe nachwachsen. Die Wahrheit ist: Niemand weiß es genau. Doch der Name Dracaena draco haftet seit Jahrtausenden an diesem Baum, der
Die Kanarische Kiefer: Feuer, Wolken und das Wasser La Palmas

Kein Baum prägt das Landschaftsbild La Palmas so sehr wie die Kanarische Kiefer — Pinus canariensis. Sie bedeckt rund ein Drittel der Inselfläche, wächst bis auf 2.000 Meter Höhe und hat im Laufe der Evolution Eigenschaften entwickelt, die unter Biologen Bewunderung auslösen: Sie überlebt Feuer, tri
Der Lorbeerwald: La Palmas lebendes Naturerbe aus dem Tertiär

Vor etwa 20 Millionen Jahren bedeckte ein Urwald aus Lorbeerbäumen und verwandten Arten weite Teile der südlichen Hemisphäre: Nordafrika, Südeuropa, die Kanarischen Inseln. Als das Klima in der Eiszeit kälter und trockener wurde, starb dieser Wald auf dem Festland aus. Auf den Kanaren überlebte er —
Flora La Palmas: Warum die Insel wirklich grün ist

La Palma heißt nicht von ungefähr La Isla Verde — die Grüne Insel. Kein anderer Ort des Archipels hat eine derart üppige und vielfältige Pflanzenwelt. Über ein Viertel aller auf den Kanaren heimischen Pflanzen kommen ausschließlich auf La Palma vor. Diese botanische Einzigartigkeit verdankt die Inse
Der Calima: Wenn die Sahara La Palma besucht

Man spürt ihn, bevor man ihn sieht. Die Luft wird trockener, das Licht anders — ein mattes Orangebraun statt des gewohnten Atlantikblaus. Dann hängt der Horizont in einem milchigen Dunst, die Sonne wirkt wie durch Pergament, und auf allen Oberflächen liegt ein feiner, rötlicher Staub. Willkommen bei
Die Passatwolken: Wie der Wind La Palma in zwei Welten teilt

Der Nordost-Passat ist der unsichtbare Regisseur La Palmas. Er kommt vom Atlantik, trägt Feuchtigkeit und trifft auf das zentrale Gebirge der Insel. Was dann passiert, formt das Gesicht der Insel: Die Wolken stauen sich an den Berghängen des Ostens, regnen sich aus, nähren den Lorbeerwald und lassen
Klimazonen La Palmas: Vom Strand zum Gipfel in 30 Kilometern

Eine der faszinierendsten Eigenschaften La Palmas ist, dass man innerhalb von 30 Kilometern Horizontaldistanz durch vier vollständig verschiedene Klimazonen wandert. Vom schwarzen Lavastrand auf Meeresniveau bis zum Roque de los Muchachos auf 2.426 Metern liegen Jahrestemperaturen, Vegetation und Ök
Klima auf La Palma: Die geteilte Insel und der ewige Frühling

Man könnte meinen, La Palma habe ein Klima — hat sie aber zwei. Das zentrale Gebirge teilt die Insel in eine feuchte Ost- und eine trockene Westseite. Im Östen stauen sich die Nordost-Passatwinde an den Bergen, lassen ihre Feuchtigkeit als Nebel und leichten Regen ab und sorgen für üppige Lorbeerwäl
Die Barrancos La Palmas: Wo die Insel ihre Tiefe zeigt

La Palma ist eine Insel der Superlative — steilste Vulkaninsel der Welt, tiefste Erosionscaldera, höchster Punkt der Kanaren relativ zur Basisfläche. Aber das eindrücklichste geologische Merkmal ist vielleicht das unscheinbarste: die Barrancos. Diese tiefen, schmalen Schluchten, die sich durch die v
Die Küstenlandschaft La Palmas: Schwarz, steil und unvergesslich

La Palma ist die steilste Vulkaninsel der Welt — und das macht sich an keiner Stelle so deutlich bemerkbar wie an der Küste. Wo andere Inseln sanft ins Meer gleiten, fallen die Felsen La Palmas fast senkrecht in den Atlantik. Schwarzes Lavagestein, durch Jahrmillionen von Brandung geformt, bildet ei
Roque de los Muchachos: Das Dach der Insel und die Stille über den Wolken

Wer zum ersten Mal auf dem Roque de los Muchachos steht — auf 2.426 Metern, über den Wolken, mit dem Atlantik ringsum bis an den Horizont — dem fehlen die Worte. Das ist keine Phrase. Der Gipfel La Palmas ist einer jener Orte, die man nicht beschreiben kann, weil die Beschreibung immer armseliger wi
Cumbre Nueva: Der Verbindungskamm zwischen den Welten

Die Cumbre Nueva ist weniger bekannt als ihre Geschwister — aber kein weniger bedeutsames geologisches Element La Palmas. Der nördliche Bergrücken verbindet die ältere Caldera de Taburiente im Norden mit der jüngeren Cumbre Vieja im Süden. Er ist älter als die Cumbre Vieja und jünger als die Caldera
Die Cumbre Vieja: La Palmas jüngstes und aktivstes Bergrückgrat

Die Cumbre Vieja — auf Deutsch: der alte Kamm — ist in Wirklichkeit der jüngste Teil La Palmas. Der Name täuscht: Während der nördliche Teil der Insel mit der Caldera de Taburiente bis zu 2 Millionen Jahre alt ist, sind die Vulkankegel der Cumbre Vieja zum Teil erst einige hundert Jahre jung. Entlan
Die Caldera de Taburiente: Kein Vulkankrater, sondern ein Erosionswunder

Wer zum ersten Mal an den Rand der Caldera de Taburiente tritt — am besten an der La Cumbrecita, wenn sich der Wald öffnet und plötzlich der gesamte Kessel erscheint — steht vor einem landschaftlichen Mysterium. Ein Kreis von fast zehn Kilometern Durchmesser. Felswände, die senkrecht 2.000 Meter in
Der Tajogaite: 85 Tage, die La Palma verändert haben

19. September 2021, 15:12 Uhr. Am Westhang der Cumbre Vieja, oberhalb der Aridane-Ebene, öffnet sich die Erde. Eine Eruptionsspalte reißt den Boden auf; Lava strömt zunächst zahm aus, dann mit zunehmender Wucht. Innerhalb weniger Stunden beginnen die Lavaströme, die Hänge hinunter in Richtung Los Ll
Vulkanismus auf La Palma: Die Insel, die nie aufhört zu wachsen

La Palma ist keine schlafende Insel. Sie ist aktiv — und das im wörtlichsten Sinne. Zusammen mit Teneriffa gilt sie als die vulkanisch aktivste Insel der Kanaren, und damit als eine der vulkanisch aktivsten Europas. Seit der spanischen Besiedelung im 15. Jahrhundert haben auf der Insel acht Vulkaner
Geologie La Palmas: Die steilste Vulkaninsel der Welt

La Palma ist mit einem Alter von rund 2 Millionen Jahren die zweitjüngste der Kanarischen Inseln — nach El Hierro. Sie ist aber in einem anderen Superlativ ungeschlagen: La Palma ist die steilste Vulkaninsel der Welt. Mit einer Gesamt höhe von über 6.000 Metern vom Meeresb oden bis zum Gipfelkamm, u
Geografie La Palmas: Eine Insel, zwei Klimawelten, ein Gipfel

La Palma, offiziell San Miguel de la Palma, ist die nordwestlichste der sieben Kanarischen Inseln. Sie liegt im Atlantik, rund 417 Kilometer vor der marokkanischen Küste und 86 Kilometer westlich von Teneriffa. Mit einer Fläche von 708 Quadratkilometern ist sie nach La Gomera und El Hierro die dritt
La Palma Natur: Die grüne Insel des Atlantiks

La Palma hat keinen einzigen breiten Sandstrand, keine flachen Lagunen und keinen Teide. Was La Palma hat, ist etwas anderes: den Nationalpark Caldera de Taburiente — eine der größten Erosionscalderas der Welt. Den Lorbeerwald von Los Tilos — ein lebendes Fossil aus dem Tertiär. Den Roque de los Muc
La Bombilla: Das Dorf, das der Lava trotzte

La Bombilla lag an der Westküste La Palmas, zwischen Tazacorte im Norden und dem Barranco de las Angustias im Süden. Ein kleines Küstendorf mit einer Handvoll Fischrestaurants, einem schwarzen Strand und der Ruhe, die alle abgelegenen Küstensiedlungen La Palmas prägt. Dann kam der Tajogaite.
Nationalpark Caldera de Taburiente: Wandern im grünen Herz La Palmas

Der Nationalpark Caldera de Taburiente ist seit 1954 das grüne Herz La Palmas — und eine der wenigen Schutzgebiete Europas, in denen der Besucher noch echte Wildnis erlebt: keine asphaltierten Wege, keine Besucherströme, keine Infrastruktur jenseits des Notwendigen. Was es gibt: Kiefernwälder, Lorbe
Las Tricias: Das Dorf der Drachenbäume

Es gibt auf La Palma Orte, die man sieht, und Orte, die man erlebt. Las Tricias gehört zur zweiten Kategorie. Der Weiler in der Gemeinde Garafía — ein paar Häuser, ein Restaurant, eine Handvoll Wege — hat eines der stärksten Bilder der gesamten Insel zu bieten: Hunderte von Drachenbäumen (Dracaena d
Las Manchas: Leben am Rand des Vulkans

Der Name Las Manchas bedeutet auf Deutsch Flecken oder Muster — und selten hat ein Ortsname eine so buchstäbliche Bedeutung angenommen. Seit dem Tajogaite-Ausbruch vom 19. September 2021 ist Las Manchas, ein Ortsteil von El Paso auf der Westseite La Palmas, mit schwarzen Lavaflecken durchzogen, die
Calima, Passatwolken und Schnee: La Palmas Wetterphänomene

Das Wetter auf La Palma folgt keinem einheitlichen Drehbuch. Die Insel ist ein Wetterlabor: Hier treffen Atlantik-Passatwinde auf Vulkangipfel, afrikanischer Saharastaub trifft auf den feuchten Atlantik, und über den Wolken scheint eine Sonne, die nur wenige Kilometer weiter von Nebel verhüllt wird.