Puntagorda: Das Dorf, das im Winter rosa wird
Jedes Jahr zwischen Januar und Februar verwandelt sich Puntagorda in ein zartes Blütenmeer. Hunderte Mandelbäume stehen dann in voller Blüte und tauchen die sonnigen Terrassen und Hänge des Nordwestens in Weiß und Rosa. Das Dorf, das den Rest des Jahres angenehm ruhig und beschaulich ist, zieht plötzlich Besucher aus aller Welt an. Puntagorda liegt auf rund 600 bis 700 Metern Höhe, zählt etwa 2.000 Einwohner und ist neben der Mandelblüte vor allem für seinen Wochenmarkt bekannt, der zu den beliebtesten und lebendigsten der ganzen Insel gehört.

Die Fahrt über die LP-1 ist bereits Teil des Erlebnisses. Die kurvenreiche Straße führt vorbei an Kiefern, Drachenbäumen und traditionellen kanarischen Landhäusern. Mit jedem Höhenmeter öffnet sich der Blick weiter über den Atlantik.
Die Mandelblüte: Ein Naturschauspiel im Winter
Zwischen Januar und Februar blühen in Puntagorda und der gesamten Nordwestregion die Mandelbäume. Das Schauspiel beginnt in den tieferen Lagen und wandert mit den Wochen langsam die Berghänge hinauf. Wenn die weiß-rosa Blüten vor dem tiefen Blau des Atlantiks leuchten, entstehen einige der schönsten Landschaftsbilder La Palmas. Die Strecke entlang der LP-1 zwischen Tijarafe und Puntagorda zählt in dieser Zeit zu den eindrucksvollsten Panoramarouten der Insel.

Die genaue Blütezeit variiert je nach Wintertemperaturen und Niederschlägen. Die Fiesta de la Almendra, das traditionelle Mandelblütenfest, findet jedes Jahr im Februar statt und lockt mit Kunsthandwerk, Musik und regionalen Spezialitäten. Wer die Blüten möglichst in Ruhe erleben möchte, plant den Besuch am besten unter der Woche.
Der Wochenmarkt: Das kulinarische Herz des Nordwestens
Der Mercadillo de Puntagorda findet samstags (15:00 bis 19:00 Uhr) und sonntags (11:00 bis 15:00 Uhr) in einer modernen Markthalle direkt am Waldrand statt. Er gilt unter Einheimischen und Urlaubern als der beste Bauernmarkt La Palmas. Lokale Erzeuger bieten hier erntefrisches Obst und Gemüse, Honig, Kunsthandwerk und inseltypische Weine an.
Besonders für Liebhaber des kanarischen Ziegenkäses ist der Markt ein Paradies: Große Käser der Region haben hier ihre Stände, an denen man die verschiedenen Reifegrade vor dem Kauf probieren kann. Kulinarisch abgerundet wird der Besuch durch Streetfood-Angebote wie frisch gepressten Zuckerrohrsaft, lokale Craft-Biere oder ein Glas des traditionellen Vino de Tea – ein Wein, der durch die Lagerung in harzreichen Kiefernholzfassern eine ganz besondere, charakteristische Note erhält. Direkt neben der Markthalle lädt der spektakuläre Aussichtspunkt Mirador de Izcagua zu einem Blick in die tiefe Schlucht ein.

Mirador de Dragos und die Umgebung
Im Ortsteil El Roque führen kleine Wege und Treppen zu Aussichtspunkten oberhalb der Küste. Zwischen Orangenbäumen, Mandelhainen und Gemüsegärten wachsen hier mehrere eindrucksvolle Drachenbäume, deren schirmförmige Kronen zu den schönsten Fotomotiven des Nordwestens gehören. Anders als der berühmte, gestützte Drachenbaum von Las Tricias stehen die Exemplare von Puntagorda frei in der Landschaft und prägen das Bild dieser ruhigen Kulturlandschaft.

Dank der Höhenlage bleibt das Klima selbst im Sommer angenehm mild. Wer die Ruhe abseits der Zentren sucht, findet rund um Puntagorda zahlreiche liebevoll restaurierte Fincas und traditionelle Landhäuser mit weitem Blick über den Atlantik und spektakulären Sonnenuntergängen. Eine hervorragende Auswahl an authentischen Unterkünften in der Region bietet der Ferienhaus-Spezialist Clariso, der in Puntagorda und im gesamten Nordwesten der Insel ein breites Portfolio an handverlesenen Objekten führt.
Puerto de Puntagorda
Der Puerto de Puntagorda gehört zu den ursprünglichsten Küstenabschnitten der Insel. Über einen steilen Wanderweg erreicht man den ehemaligen Verladehafen, an dem früher landwirtschaftliche Produkte auf Schiffe verladen wurden. Heute beeindrucken vor allem die schroffen Klippen, die ungezähmte Brandung und die Abgeschiedenheit dieses besonderen Ortes.

Fazit:
Puntagorda ist weit mehr als das Dorf der Mandelblüte. Der lebendige Wochenmarkt, uralte Drachenbäume, spektakuläre Aussichtspunkte und die ursprüngliche Landschaft machen die Gemeinde das ganze Jahr über zu einem der schönsten Ausflugsziele im Nordwesten La Palmas. Wer das ruhige, authentische Inselleben kennenlernen möchte, findet hier einen Ort, an dem Natur, Tradition und Genuss auf besondere Weise zusammenfinden.
Häufige Fragen
Wann blühen die Mandelbäume in Puntagorda?
Wie kommt man nach Puntagorda?
Was sollte man in Puntagorda unbedingt unternehmen?
Wofür ist Puntagorda kulinarisch bekannt?
Lohnt sich Puntagorda auch außerhalb der Mandelblüte?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Mai 2026


