San Andrés: Malerischer Kirchplatz und alter Fischerhafen

San Andrés ist der ältere und kleinere der beiden Ortsteile der Gemeinde San Andrés y Sauces. Rund um die historische Plaza mit der Iglesia de San Andrés Apóstol, dem steinernen Brunnen und den liebevoll erhaltenen kanarischen Häusern mit ihren Holzbalkonen zeigt sich einer der schönsten Dorfkerne La Palmas. Hinter den historischen Fassaden beginnen bereits die üppigen Bananenplantagen, die den Ort fast vollständig umgeben und ihm seinen unverwechselbaren Charakter verleihen.

Plaza de San Andrés mit der Iglesia San Andrés Apóstol
Plaza de San Andrés mit der Iglesia San Andrés Apóstol

Nur wenige Schritte vom Kirchplatz entfernt beginnt der Paseo Marítimo, einer der schönsten Spazierwege im Norden La Palmas. Der weitgehend ebene Küstenweg folgt auf einem Abschnitt dem historischen Camino Real de la Costa (GR-130), der früher die Dörfer entlang der Nordküste miteinander verband. Heute verbindet er das historische Ortszentrum auf angenehme Weise mit den Meerwasserschwimmbecken Charco Azul und führt vorbei an Zeugnissen der Inselgeschichte bis zum Fischerhafen Puerto de Espíndola.

Die Iglesia San Andrés Apóstol

Die Kirche geht auf das frühe 16. Jahrhundert zurück und zählt zu den ältesten Gotteshäusern La Palmas. Hinter der schlichten Fassade verbergen sich kunstvoll geschnitzte Holzdecken im Mudéjar-Stil, historische Altäre und zahlreiche sakrale Kunstwerke. Die Kirche prägt seit Jahrhunderten das Ortsbild und bildet bis heute das kulturelle Zentrum des Dorfes.

Kirchplatz von San Andrés auf La Palma
Kirchplatz von San Andrés auf La Palma

Kulinarik rund um die Plaza

Rund um den historischen Kirchplatz befinden sich mehrere ausgezeichnete Restaurants, die weit über die Gemeinde hinaus geschätzt werden. Frischer Fisch, Meeresfrüchte und traditionelle kanarische Gerichte stehen hier ebenso auf der Speisekarte wie moderne Interpretationen der regionalen Küche. Ein Essen auf der Plaza gehört zu den schönsten Möglichkeiten, das besondere Ambiente von San Andrés zu genießen.

Der Küstenweg: La Cuevita und der Horno de Cal

Vom historischen Ortskern führt der weitgehend ebene Paseo Marítimo entlang der Küste in Richtung Norden. Bereits nach wenigen Minuten erreicht man den restaurierten Horno de Cal, einen historischen Kalkofen, der an die Zeit erinnert, als hier kalkhaltiges Gestein für den Bau und die Landwirtschaft gebrannt wurde. Das markante Bauwerk zählt zu den wichtigsten Industriedenkmälern der Nordküste.

Blick ins Innere des Horno de Cal
Blick ins Innere des Horno de Cal

Nur wenig weiter liegt La Cuevita, der ursprüngliche Hafen von San Andrés. Bevor der heutige Puerto de Espíndola entstand, legten hier die Fischerboote an. Heute ist die kleine geschützte Bucht vor allem bei Einheimischen beliebt. Eine fest installierte Badeleiter ermöglicht an ruhiger See den direkten Einstieg in das kristallklare Atlantikwasser.

La Cuevita –der ursprüngliche Hafen von San Andrés
La Cuevita – der ursprüngliche Hafen von San Andrés

Charco Azul – Baden in den berühmten Meerwasserschwimmbecken

Folgt man dem Paseo Marítimo weiter nach Norden, erreicht man die Meerwasserschwimmbecken Charco Azul, eine der bekanntesten Badeanlagen La Palmas. Die natürlichen Lavabecken wurden behutsam ausgebaut und bieten heute geschützte Meerwasserpools mit Sonnenterrassen, Duschen und barrierefreien Zugängen.

DIe Meerwasserbäder Charco Azul in San Andrés auf La Palma
DIe Meerwasserbäder Charco Azul in San Andrés auf La Palma

Besonders an Tagen mit ruhiger See ist Charco Azul ein beliebter Ort zum Baden und Entspannen. Die Anlage verbindet das ursprüngliche Lavagestein der Küste mit moderner Infrastruktur und bietet schöne Ausblicke auf den Atlantik.

Puerto de Espíndola und Rum aus Zuckerrohr

Direkt oberhalb der Meerwasserschwimmbecken Charco Azul befindet sich die traditionsreiche Destilerías Aldea. Seit Generationen wird hier aus lokal angebautem Zuckerrohr der bekannte Ron Aldea sowie traditioneller Aguardiente hergestellt. Die Brennerei gehört zu den letzten ihrer Art auf den Kanarischen Inseln und bewahrt ein Handwerk, das auf La Palma eine jahrhundertealte Tradition besitzt. Besucher können mehr über die Herstellung erfahren und die verschiedenen Rumspezialitäten vor Ort verkosten.

Fischerhafen Puerto Espíndola in San Andrés
Fischerhafen Puerto Espíndola in San Andrés

Nur wenige Gehminuten weiter nördlich liegt der kleine Fischerhafen Puerto de Espíndola, der bis heute von einheimischen Fischern genutzt wird. Direkt neben dem Hafen befindet sich ein geschützter Strand aus dunklem Sand und Kies, der besonders an ruhigen Tagen zum Baden einlädt. Von der Mole eröffnen sich schöne Ausblicke auf die Steilküste und den Atlantik – ein stimmungsvoller Abschluss des Küstenspaziergangs.

Fazit:

San Andrés verbindet historische Architektur, üppige Bananenplantagen und die raue Atlantikküste auf einzigartige Weise. Dank des Küstenwegs lassen sich Dorfkern, Charco Azul und Puerto de Espíndola bequem zu Fuß erkunden – eine der schönsten Kombinationen aus Kultur, Natur und Badevergnügen im Norden La Palmas.

Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in San Andrés?

Zu den Höhepunkten zählen die historische Plaza de San Andrés mit der Kirche aus dem 16. Jahrhundert sowie der Paseo Marítimo, der auf einem Abschnitt dem historischen Camino Real de la Costa folgt. Entlang des Küstenwegs liegen der alte Hafen La Cuevita, der restaurierte Horno de Cal, die Meerwasserschwimmbecken Charco Azul, die Destilerías Aldea und schließlich der Fischerhafen Puerto de Espíndola.

Gibt es Restaurants in San Andrés?

Ja. Rund um die Plaza und in den angrenzenden Gassen befinden sich mehrere sehr gute Restaurants, die für frischen Fisch, kanarische Spezialitäten und ihr stimmungsvolles Ambiente bekannt sind.

Wie weit ist San Andrés von Santa Cruz de La Palma entfernt?

San Andrés liegt rund 20 Kilometer nördlich der Inselhauptstadt. Über die LP-1 beträgt die Fahrzeit mit dem Auto etwa 25 Minuten. Auch mit den Linienbussen ist der Ort gut erreichbar.

Kann man San Andrés und Charco Azul zu Fuß verbinden?

Ja. Der barrierearme Paseo Marítimo verbindet den historischen Ortskern mit den Meerwasserschwimmbecken Charco Azul und dem Fischerhafen Puerto de Espíndola. Der Spaziergang entlang der Küste zählt zu den schönsten kurzen Wegen im Norden La Palmas.

Lohnt sich ein Besuch von San Andrés auch ohne Badeurlaub?

Auf jeden Fall. Der historische Dorfkern, die traditionelle Architektur, die von Bananenplantagen geprägte Landschaft und die ausgezeichnete Gastronomie machen San Andrés zu einem der reizvollsten Ausflugsziele im Norden der Insel – auch ohne einen Strandbesuch.

Kann man in San Andrés gut spazieren gehen?

Ja. Der weitgehend ebene Paseo Marítimo verbindet den historischen Ortskern mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten entlang der Küste. Der Spaziergang führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft und bietet unterwegs immer wieder schöne Ausblicke auf den Atlantik. An ruhiger See laden sowohl La Cuevita als auch die Meerwasserschwimmbecken Charco Azul zu einer erfrischenden Pause am Wasser ein.

Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Mai 2026

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