Piscinas de La Fajana: Naturschwimmbecken in Barlovento
Die Piscinas de La Fajana sind die schönsten Naturschwimmbecken an der Nordküste La Palmas — in schwarze Lavafelsen gemeißelt, mit Blick auf den offenen Atlantik, 550 Höhenmeter unterhalb von Barlovento. Der Abstieg dauert ca. 45–60 Minuten, der Aufstieg ca. 60–90 Minuten. Am Becken: ein Restaurant, Duschen und die Aussicht auf die Brandung.

Die Fajanas sind keine touristischen Pools, sondern natürliche Lavabecken, die vom Atlantik befüllt und bei ruhigem Seegang zum Schwimmen genutzt werden. Bei hoher Brandung ist das Schwimmen gefährlich — dann sind die Pools gesperrt oder das Betreten riskant. Immer den aktuellen Zustand prüfen.
Startpunkt: Barlovento. Abstieg über den LP- SL 41 bergab zur Küste. 4,5 Km, Moderat, aber nicht zu unterschätzen – Trittsicherheit und eine solide Grundkondition sind gefragt, denn bergab wie bergauf gilt es einige Höhenmeter zu bewältigen. Das Restaurant La Fajana ist das Ziel — mit Pool-Zugang, Duschen und kanarischer Küche direkt am Atlantik.
La Fajana auf einen Blick
| Ort | Barlovento, Nordküste La Palma |
|---|---|
| Höhenlage | 15 m (Küste) — Barlovento liegt auf ca. 565 m |
| Höhendifferenz | 550 Hm Abstieg / Aufstieg |
| Abstieg/Aufstieg | ca. 45–60 min / 60–90 min, 4,5 km einfach |
| Anfahrt | Kurvenreiche Straße von Barlovento bergab, oder Fußweg |
| Restaurant | La Fajana — kanarische Küche, Meerblick |
| Schwimmbecken | Natürliche Lavapools, gefüllt vom Atlantik |
| Brandungswarnung | Bei hoher Brandung Zugang gefährlich / gesperrt |
| Bester Badezeitraum | Sommer und ruhige Herbsttage |
Anfahrt und Abstieg
Barlovento liegt an der LP-1 Nordküste. Von der Ortsmitte Barlovento im Nordosten der Insel führt der Weg rund 4,5 km hinab durch üppige, grüne Natur an der Steilküste bis zum Meeresschwimmbad. — ausgeschildert La Fajana. Gehzeit bergab ca. 45–60 Minuten, bergauf ca. 60–90 Minuten. Alternativ per Auto bis zum Parkplatz an der Küste (Straße sehr eng — für nervöse Fahrer nicht geeignet). Der Fußweg ab Barlovento ist der angenehmere Weg: Der Abstieg durch Bananenterrassen und Drachenbaumhaine ist fast ebenso schön wie das Ziel selbst.

Die Piscinas: Lava, Atlantik, Stille
Die Lavabecken La Fajana sind in die Basaltfelsen der Nordküste eingeschnitten — teils natürlich geformt, teils leicht ausgebaut. Das Wasser kommt direkt aus dem Atlantik: Bei ruhiger See fließt Meerwasser über die Felskante in die Becken, bei Brandung schlägt es darüber. Das Wasser ist klar, kühl (ca. 22°C im Sommer), salzhaltig. Die Becken haben unterschiedliche Tiefen — vom flachen Kinderbereich bis zum tiefen Schwimmbereich.
Das Restaurant La Fajana direkt am Becken bietet kanarische Küche: frischer Fisch, Papas arrugadas, Mojos. Die Terrasse zeigt auf den offenen Atlantik und die Küste. Nach einem Schwimmbad und einem Mittagessen hier versteht man, warum La Fajana bei Einheimischen der beliebteste Strandausflug der Nordküste ist.

Brandungswarnung und Sicherheit
Die Nordküste La Palmas ist die am stärksten exponierte Küste der Insel: keine Bucht, kein Riff, kein Schutz vor dem offenen Atlantik. Bei Nordost-Swell überquert die Brandung die Felskante und macht die Piscinas gefährlich. La Fajana schließt die Becken bei hoher Brandung. Immer die aktuellen Bedingungen prüfen bevor man bergab steigt — ein 550-Hm-Aufstieg bei gesperrten Becken ist frustrierend.
Beste Bade-Bedingungen: Sommer (Juni–September) bei ruhigem Atlantik. Im Winter sind die Piscinas oft gesperrt oder rau. Lokale Webseiten und das Restaurant La Fajana geben Auskunft über die aktuelle Brandungslage.
Der Abstieg: Bananenterrassen und Drachenbäume
Der Fußabstieg von Barlovento nach La Fajana führt durch eine der schönsten Terrassenlandschaften der Nordküste. Bananenpflanzungen, Weinreben, Gemüsegärten und vereinzelte Drachenbäume begleiten den Weg bergab. Die Drachenbäume der Region Barlovento gehören zu den ältesten und mächtigsten der gesamten Nordküste La Palmas. Wer beim Abstieg Zeit hat, schaut sich diese Bäume an — manche sind mehrhundertjährig.

Der Aufstieg nach dem Schwimmen ist anstrengend — 550 Hm mit Sonne im Rücken und gesättigtem Magen. Die bewährteste Strategie: früh ankommen, schwimmen, essen, aufsteigen wenn die Hitze nachlässt (ab 16:00 Uhr). Wer kein Auto hat, kann ein Taxi nehmen — aber der Fußweg macht das Erlebnis vollständiger.
La Fajana und der GR-130
Die Piscinas de La Fajana liegen am Fuß der Steilküste Barloventos — unterhalb des Bereichs, durch den der GR-130 Etappe 3 verläuft. Von oben, auf dem Camino Real, sieht man La Fajana als schmalen Küstenstreifen tief unten. Wer die GR-130-Etappe 3 (Barlovento – Santo Domingo) geht und zuvor einen Tag Badeurlaub einplant, kombiniert ideal: Tag 1 La Fajana, Tag 2 GR-130 Etappe 3. Barlovento als Basis für beide.

Beste Reisezeit
| Jahreszeit | Charakter | Hinweis |
|---|---|---|
| Sommer (Juni–Sept) | Beste Badebedingungen; ruhiger Atlantik | Hauptsaison für La Fajana |
| Frühjahr (März–Mai) | Oft noch raue See; Terrassen frisch grün | Badebedingungen variabel |
| Herbst (Okt–Nov) | Atlantik wärmer; Brandung wächst | Letzter guter Bademonat |
| Winter (Dez–Feb) | Häufig gesperrt wegen Brandung | Abstieg als Spaziergang dennoch schön |

Kombinierbare Touren
| Tour | Daten | Charakter |
|---|---|---|
| GR-130 Etappe 3: Barlovento – Santo Domingo | 28,1 km, schwer | Große Nordküsten-Etappe ab Barlovento |
| PR-LP 8: Pico de la Cruz → Barlovento | 11,9 km, schwer | Abstiegsroute nach Barlovento |
| Tunnelwanderung Marcos y Cordero → Los Tilos | 11,1 km, schwer | Los-Tilos-Tour von Barlovento aus erreichbar |

Praktische Tipps
Notruf 112. Brandungslage vorab prüfen (Restaurant La Fajana). Abstieg per Auto: Straße sehr eng. Frühzeitig kommen — Parkplatz unten begrenzt. Aufstieg einkalkulieren: 60–90 Minuten bergauf nach dem Schwimmen.
Häufige Fragen
Ist der Eintritt kostenpflichtig?
Wann sind die Piscinas offen?
Die Fajanas: neue Küstenlinie durch den Tajogaite
Der Begriff Fajana (dt. Küstenstreifen) bezeichnet auf La Palma eine flache Lava-Küstenzone, die durch einen Lavastrom ins Meer entstand. Die bekanntesten Fajanas La Palmas entstanden 2021, als der Tajogaite-Lavafluss ins Meer strömte und eine neue Küstenlinie schuf. Die Piscinas de La Fajana bei Barlovento liegen an einer älteren Fajana — von früheren Eruptionen geformte Basaltfelsen, die über Jahrzehnte vom Atlantik bearbeitet wurden und natürliche Becken bildeten.

Der Name La Fajana für die Naturschwimmbecken bei Barlovento ist also eine geografische Beschreibung: Sie liegen auf dem alten Fajana-Küstenstreifen aus Basaltlava. Die Becken sind teils natürlich geformt, teils leicht bearbeitet, um die Ränder sicherer zu machen. Diese Kombination aus Vulkangeologie und Infrastruktur macht die Piscinas de La Fajana zu einem typisch kanarischen Badeerlebnis — Natur, mit der richtigen Menge menschlicher Einrichtung.
Das Restaurant La Fajana: frischer Fisch am Atlantik
Das Restaurant La Fajana ist das einzige gastronomische Angebot an der Nordküste zwischen Barlovento und Los Sauces auf Küstenhöhe. Es ist seit Jahrzehnten bekannt bei Einheimischen und bietet frischen Fisch, Vieja (Papageienfisch), Lapas (Napfschnecken) und kanarische Klassiker. Die Terrasse zeigt direkt auf die Piscinas und den offenen Atlantik. Öffnungszeiten: vorab prüfen — das Restaurant öffnet nicht täglich und hat saisonale Zeiten.

Ein Besuch der Piscinas de La Fajana lässt sich ideal mit der GR-130-Etappe 3 (Barlovento – Santo Domingo) kombinieren: Tag 1 Abstieg nach La Fajana schwimmen, Tag 2 die große Nordküsten-Etappe gehen. Barlovento als Basis für beide Tage. Die Ferienhäuser in Garafía (nahe Santo Domingo) und in Tijarafe sind per Taxi oder Bus ab Barlovento in 30–45 Minuten erreichbar.
Für Kinder ist La Fajana eines der besten Ausflugsziele der Nordküste: flache Becken für kleine Kinder, tiefere Becken für Ältere, Restaurant direkt dabei. Die 550-Hm-Abstieg schreckt Eltern oft ab — aber per Auto ist die Straße (wenn auch eng) fahrbar, und der Parkplatz unten hat Platz. Als Tagesausflug mit Kindern: morgens hinunterfahren, mittags essen und schwimmen, nachmittags zurück.
Barlovento: grünste Gemeinde und ideale Basis
Barlovento ist die grünste Gemeinde La Palmas — durch den Passatwind ganzjährig befeuchtet und von üppigen Lorbeerwäldern umgeben. Vom Ortskern auf ca. 565 m hat man einen weiten Blick über die Nordküste und zur Laguna de Barlovento im Vulkankrater. Der Ort selbst bietet Restaurants, eine Kirche und Busanbindung. Als Basis für La-Fajana-Besuche ist Barlovento ideal: Man schläft oben, steigt für den Tag herunter und kommt abends gut erholt zurück.
Die Laguna de Barlovento — das Staubecken in einem alten Vulkankrater — ist ein weiteres Ausflugsziel, das man mit dem La-Fajana-Besuch kombinieren kann: morgens Laguna-Spaziergang oben (flach, leicht), mittags Abstieg zur Fajana schwimmen, nachmittags Aufstieg zurück. Das ist ein vollständiger Barlovento-Tag ohne Auto.
Wer in Garafía (Clariso) übernachtet und La Fajana besuchen möchte: Barlovento liegt ca. 20 km östlich von Santo Domingo de Garafía — per Bus (Linie 120) in ca. 40 Minuten erreichbar. La Fajana ist damit auch von Garafía aus ein realistischer Tagesausflug, wenn man früh genug aufbricht.
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Mai 2026


