Rundwanderung zu den Cuevas de Buracas: Drachenbäume und Wohnhöhlen in Las Tricias
Die Rundwanderung zu den Cuevas de Buracas ist eine der lohnendsten leichten Touren Garafías: 6,5 km, 479 Hm, kinderfreundlich, 2:30–3:00 Stunden. Die Route ist auch bekannt als Route der Drachenbäume von Buracas, da hier die höchste Konzentration an hundertjährigen Drachenbäumen auf den Kanarischen Inseln zu finden sein soll.

Startpunkt ist der Dorfplatz bei der Kirche von Las Tricias. Der Weg führt auf dem GR-130 durch malerische Kulturlandschaften, Gemüsegärten, Obstbäume und Mandelhaine — und vor allem durch die alten Drachenbaumhaine, die teilweise in regelrechten Gruppen zusammenstehen. Das Ziel, die Cuevas de Buracas, ist ein archäologisch-ethnografischer Komplex mit Wohnhöhlen, Stallungen, einem alten Brunnen, Waschplätzen und zahlreichen Felsgravuren (Petroglyphen) der prähispanischen Benahoritas.
Die archäologische Stätte wurde 1941 entdeckt. Über einen Zeitraum von mehr als 500 Jahren wurden die Höhlen für verschiedene Zwecke genutzt. In der Haupthöhle und unmittelbarer Umgebung finden sich spiralförmige Petroglyphen von großer Bedeutung. Auf dem Weg liegt auch die alte Mühle von Las Tricias, heute Gofio-Interpretationsmuseum MIGO.

Routenfakten auf einen Blick
| Routentyp | Rundwanderung |
|---|---|
| Distanz | 6,5 km |
| Höhenmeter | 479 Hm Aufstieg / 479 Hm Abstieg |
| Höchster Punkt | 793 m |
| Niedrigster Punkt | 427 m |
| Dauer | 2:30–3:00 Stunden |
| Schwierigkeit | leicht (kinderfreundlich, leicht zu folgen) |
| Startpunkt | Dorfplatz bei der Kirche von Las Tricias, Garafía |
| Wegmarkierung | SL-VG 55 (grün-weiß) | GR-130 (rot-weiß) | GR-130.1 (rot-weiß) |
| Schutzgebiet | Gemeinde Garafía |
| Ausrüstung | Wasser, festes Schuhwerk — kinderfreundlich |
Anfahrt
Las Tricias liegt im Gemeindegebiet Garafía, erreichbar über die LP-114. Parkplatz am Dorfplatz bei der Kirche. Mit dem Bus: Haltestelle an der Touristeninformation im Zentrum von Las Tricias. Die Route startet gegenüber des Dorfplatzes.

Die Route im Detail
Las Tricias bis Drachenbaumhaine
Von der Kirche Las Tricias dem SL-VG 55 (grün-weiß) ein kurzes Stück entlang der LP-114 bergab. Der Wanderweg verlässt die Straße, kreuzt sie erneut, dann ca. 400 Meter entlang der Straße. Auf den GR-130 (rot-weiß) einbiegen: zwischen traditionellen Häusern mit Gemüsegärten, Obstbäumen und Mandelbäumen. Unterwegs erste Drachenbäume — einzeln, dann in Gruppen. Die alten Drachenbaumhaine von Las Tricias sind das visuelle Leitmotiv der gesamten Route.

Alte Mühle MIGO und Abzweig zu den Cuevas de Buracas
An einer Wegkreuzung nahe der alten Mühle von Las Tricias — heute Museum für Gofio-Interpretation (MIGO) — biegt man dem GR-130.1 geradeaus Richtung Cuevas de Buracas ab. Immer das Meer im Blick durchläuft man eine wunderbare Kulturlandschaft. Das MIGO erklärt die Geschichte des Gofio — des traditionellen kanarischen Mehls aus geröstetem Getreide, das seine Wurzeln in der Kultur der Ureinwohner hat.
Cuevas de Buracas: Höhlen, Petroglyphen und Café Aloe
Bei den Cuevas de Buracas: Überreste von Wohnhöhlen, Stallungen, ein alter Brunnen und Waschplätze besichtigen. Außerdem zahlreiche Felsgravuren (Petroglyphen) der prähispanischen Ureinwohner in diesem Gebiet. Die spiralförmigen Petroglyphen in der Haupthöhle und unmittelbarer Umgebung sind von großer archäologischer Bedeutung.

Rückweg über GR-130 nach Las Tricias
Dem GR-130.1 weiter aus der Schlucht hinaus, dann in einem großen Bogen zurück auf den GR-130. Dieser führt nach rechts bergauf Richtung Las Tricias. Nahe der Mühle: bereits vom Hinweg bekanntes Wegstück. Weiter auf dem GR-130 aufwärts. Dann über einen Fahrweg zurück zur LP-114. Der asphaltierten Straße mit Kurven zur Schlucht Barranco de Izcagua folgen. Nach 500 Metern rechts auf einen unbefestigten Fahrweg. Weiter nahe der Izcagua-Schlucht. An der Wegkreuzung bei den ersten Häusern von Las Tricias geradeaus — nicht auf den GR-130 nach rechts. Auf betonierter Piste nach links zum Ausgangspunkt.

Die Drachenbäume von Las Tricias: höchste Konzentration der Kanaren
Garafía gilt als Heimat der bedeutendsten Wildpopulationen des Drachenbaums (Dracaena draco) auf La Palma. Las Tricias ist dabei der bekannteste Konzentrationspunkt: Die Drachenbaumhaine entlang des GR-130 sollen laut Sunhikes die höchste Dichte an hundertjährigen Drachenbäumen auf den Kanarischen Inseln aufweisen. Diese Bäume wachsen langsam — ein hundertjähriger Drachenbaum hat einen Stammdurchmesser von etwa einem halben Meter. Die mächtigen Exemplare hier sind deutlich älter.

Der Drachenbaum ist eng mit der Kultur der Benahoritas — der Ureinwohner La Palmas — verbunden. Sein rotes Harz (Drachenblut) wurde als Heilmittel, Farbstoff und Schutzlack verwendet. Auch die Cuevas de Buracas, das Ziel dieser Wanderung, liegen in unmittelbarer Nähe der Drachenbaumhaine — ein Zusammenhang, der kein Zufall ist: Die Benahoritas siedelten dort, wo die Drachenbäume wuchsen.
Die Cuevas de Buracas: archäologische Stätte
Der archäologisch-ethnografische Komplex der Cuevas de Buracas wurde 1941 entdeckt. Über mehr als 500 Jahre wurden diese Höhlen für Wohnen, Stallhaltung, Waschen und rituelle Zwecke genutzt. Die spiralförmigen Petroglyphen der Benahoritas — in der Haupthöhle und unmittelbarer Umgebung — sind einige der bedeutendsten Petroglyphen-Funde Garafías.

Garafía ist die Gemeinde mit der größten Dichte an Petroglyphen-Fundstätten auf La Palma. Neben Buracas: La Zarza, La Zarcita, und mehrere kleinere Stätten. Die Motive zeigen geometrische Formen, Spiralen und Linienmuster. Das Besondere an Buracas: Der Komplex ist direkt in die Kulturlandschaft integriert — keine museale Inszenierung, sondern ein Ort, den man auf einem Wanderweg erreicht und in seiner natürlichen Umgebung erlebt.
Das MIGO: Gofio-Museum in der alten Mühle
Das Gofio-Interpretationsmuseum MIGO in der alten Mühle von Las Tricias erklärt die Geschichte des Gofio — des traditionellen kanarischen Mehls aus geröstetem Getreide. Gofio hat seine Wurzeln in der Kultur der Ureinwohner und ist bis heute ein Grundnahrungsmittel der kanarischen Küche. Das MIGO zeigt, wie die Mühlen früher funktioniert haben, wie Gofio produziert wurde und welche Rolle es in der kanarischen Esskultur spielt. Der Besuch ist ein kurzer Abstecher, der den kulturellen Kontext der Wanderung vervollständigt.

Beste Reisezeit
| Jahreszeit | Charakter | Hinweis |
|---|---|---|
| Frühjahr (März–Mai) | Mandelblüte, frische Vegetation | Schönste Zeit — Gärten in voller Blüte |
| Sommer (Juni–Aug) | Warm; Drachenbäume schattig | Angenehm auch bei Hitze durch Schatten |
| Herbst (Sept–Nov) | Klare Sicht auf die Küste | Bestes Licht für Fotos |
| Winter (Dez–Feb) | Kühl; MIGO und Café Aloe geöffnet | Ganzjährig geeignet |

Unterkunft: Garafía — Clariso
Las Tricias liegt im Gemeindegebiet Garafía. Ferienhäuser in Garafía auf clariso.eu — Ferienhäuser Garafía. Casa Julia in Las Tricias liegt direkt am Rand des Barranco de Izcaqua — beste Lage für diese Wanderung.
Kombinierbare Touren
Die Buracas-Route ist kurz und für Familien ideal. Als zweite Tour am gleichen Tag eignen sich:
| Tour | Daten | Charakter |
|---|---|---|
| PR-LP 9: Los Andenes → Santo Domingo de Garafía | 18,3 km, schwer | Großer Abstieg als Mehrtages-Ergänzung |
| El Tablado → Santo Domingo de Garafía | 13,2 km, schwer | GR-130-Etappe ab Santo Domingo als Folgetag |
| GR-130 Etappe 4: Santo Domingo → Tijarafe | 24,8 km, schwer | Große Fernwanderweg-Etappe durch Las Tricias |
Ein weiterer Tipp für die Kombination mit der eigenständigen Buracas-Rundwanderung: Wer diese Route als Einstieg wählt, kennt die Drachenbaumhaine und das Gelände bereits, wenn er die GR-130-Etappe 4 (Santo Domingo – Tijarafe) geht. Die Doppelperspektive — einmal als Rundtour, einmal als Durchgangsetappe — zeigt dasselbe Gebiet in zwei völlig verschiedenen Kontexten.
GPS-Track und 3D-Routenplaner
Der GPS-Track zeigt den Abzweig auf den GR-130.1 Richtung Cuevas de Buracas und die Rückwegführung über den GR-130 zurück nach Las Tricias. Drei Wegmarkierungen (SL-VG 55, GR-130, GR-130.1) erfordern Aufmerksamkeit. Mit dem kostenlosen 3D-Routenplaner lässt sich die Route individuell verlängern oder mit weiteren Buracas-Abschnitten kombinieren — direkt im Browser, ohne App.
Zur Routenseite auf Sunhikes: Rundwanderung zu den Cuevas de Buracas
3D-Routenplaner von Sunhikes — Route individuell anpassen und kombinieren
Praktische Tipps
Notruf 112. Bio Café Aloe an den Cuevas: Öffnungszeiten vorab prüfen.
MIGO Gofio-Museum an der alten Mühle: kurzer Abstecher lohnt sich. Kinderfreundlich ab ca. 4 Jahren.

Häufige Fragen
Was sind die Cuevas de Buracas?
Was ist das MIGO?
Warum Garafías Drachenbäume so alt sind
Drachenbäume wachsen langsam — 10 cm pro Jahr sind normal. Ein Baum mit einem Stammdurchmesser von 50 cm ist mindestens 100 Jahre alt, oft deutlich älter. Die Exemplare in Las Tricias, die mit weit ausladenden Ästen und mächtigen Stämmen die Haine bilden, dürften mehrere hundert Jahre alt sein. Der Grund für ihre gute Erhaltung in Garafía: abgelegene Lage, geringe touristische Erschließung, und — ironischerweise — der Rückgang der Landwirtschaft, der die Beweidung und damit den Fraßdruck auf junge Drachenbäume reduziert hat.

Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Mai 2026


