Strände La Palma – Der grosse Strandführer
La Palma ist nicht Lanzarote, nicht Fuerteventura, nicht Gran Canaria. Die Insel hat keine endlosen weissen Sandstrände, keine Strandpromenaden mit Hotelreihen und keine Wasserparks. Was sie hat, ist etwas anderes: schwarzen Vulkansand, der die Wärme speichert. Natürliche Meerwasserbecken im Lavagestein. Einsame Buchten, die man sich verdienen muss. Und eine Küstenlinie, die auf wenigen Kilometern zwischen ursprünglich und wild wechselt.

Schwarzer Sand: Was ihn besonders macht
Der schwarze Vulkansand La Palmas ist kein Mangel an weissem Sand, sondern ein Zeichen des Alters und der Aktivität der Insel. Basaltgestein, über Jahrtausende vom Meer zu feinen Körnern gemahlen, bildet Strände, die sich anders anfühlen als Korallensand: wärmer, schwerer, mit einer eigenen Wucht. Wer einmal auf schwarzem Sand gelegen hat und die Wärme gespürt hat, die er auch nach Stunden noch abgibt, versteht, warum Naturstrand-Liebhaber immer wiederkommen.

Die Westküste: Sonne und schwarzer Sand
Die Westküste La Palmas zwischen Tazacorte und Puerto Naos ist die sonnenreichste Ecke der Insel – rund 300 Sonnentage im Jahr. Hier liegen die bekanntesten Badestellen: Puerto Naos mit seiner Promenade, Charco Verde mit der grünen Lagune, Tazacorte mit dem doppelten Hafen. Die Westküste ist die erste Adresse für alle, die Sonne und Strand suchen – auch im Winter.

Die Südspitze: Kontraste aus Lava, Salz und Meer
Fuencaliente, die südlichste Gemeinde La Palmas, konzentriert eine Dichte an Küstenhighlights, die auf den Kanaren kaum zu überbieten ist. Hier treffen faszinierende Naturpools wie El Aljibe die sich malerisch in das pechschwarze Teneguía-Lavafeld schmiegen, auf tiefschwarze Vulkanstrände. Direkt daneben erstrecken sich die leuchtenden Salzgärten der Salinen, die historischen Leuchttürme und die traditionsreichen Weinberge am Hang. Wer einen Tag an der Südspitze verbringt, ohne diese unterschiedlichen, spektakulären Küstenabschnitte miteinander zu verbinden, lässt das Beste der Insel links liegen.

Die Ostküste: Infrastruktur und Geschichte
An der Ostküste liegt der meistbesuchte Strand La Palmas: Los Cancajos mit Blauer Flagge, Rettungsschwimmern und vollständiger Infrastruktur. Wenige Kilometer nördlich die Inselhauptstadt Santa Cruz de La Palma – mit der Playa Santa Cruz de La Palma und der Playa de Bajamar als Stadtstrände, umgeben von kolonialer Architektur und dem geschäftigsten Hafen der Insel. Die Ostküste ist nicht die wildeste, aber die zugänglichste.

Der Norden: Naturbäder und Abgeschiedenheit
Im Nordosten hat La Palma seine schönsten Naturbäder: Charco Azul bei San Andrés und La Fajana bei Barlovento, beide im Lavagestein, beide mit Blick auf eine Küste, die sich selbst treu geblieben ist. Weiter nördlich, in Garafía, fängt die Abgeschiedenheit an, die echte Einsamkeitssucher anzieht.

Hinweis: Was La Palma nicht ist
La Palma ist keine Strandinsel im klassischen Sinn. Die Küste ist steil und viele Abschnitte sind schwer zugänglich. Starke Brandung und gefährliche Strömungen gehören zum Alltag an vielen Stränden. Wer einen Urlaub plant, der ausschliesslich aus entspanntem Baden besteht, ist auf Lanzarote oder Fuerteventura besser aufgehoben. Wer einen Urlaub will, bei dem der Strand Teil einer grösseren Erfahrung ist – einer Insel mit Vulkanen, Wäldern und einer Geschichte –, kommt nach La Palma.
| Beste Westküstenstrände | Puerto Naos · Charco Verde · El Remo · Las Monjas |
|---|---|
| Beste Naturpools | Charco Azul (San Andrés) · La Fajana (Barlovento) |
| Thermalpools | El Aljibe · Echentive-Lagunen (Fuencaliente) |
| Einsame Buchten | Playa de Nogales · Playa del Jurado · Playa de Bujarén |
| Familienstrand | Playa de Los Cancajos (Blaue Flagge) |
| FKK | Playa de Las Monjas (Los Llanos) ehemals. Als FKK-Alternative auf La Palma gilt heute eher ein abgelegener Abschnitt der Playa de Tazacorte (Playa Grande, ganz links/südlich in Richtung der Klippen) oder die Playa de las Gaviotas im Norden. |
Sicherheitshinweis: La Palmas Küste ernst nehmen
La Palmas Strände sind schön und ursprünglich. Sie sind auch gefährlich, wenn man sie nicht ernst nimmt. Starke Unterströmungen, kräftige Brandung und das Fehlen von Rettungsdiensten an den meisten Stränden sind keine Ausnahmen, sondern die Norm. Die Strandfahne ist immer zu beachten. Rote Flagge bedeutet Badeverbot – ohne Ausnahme. Wer die Küste respektiert, kann sie geniessen.

La Palma als Strandinsel – was das bedeutet
La Palma eignet sich nicht für einen Urlaub, der ausschliesslich aus Strandtagen besteht. Die Küste ist wild, die Infrastruktur begrenzt, die Strände ursprünglich. Was La Palma bietet, ist etwas Besseres: Strände als Teil einer grösseren Reise. Morgens wandern, mittags am Strand, abends Fisch im Fischereihafen – das ist La Palma. Wer das sucht, findet keine bessere Insel auf den Kanaren.

Beste Reisezeit für Strände auf La Palma
La Palma hat keine eigentliche Strandsaison – die Insel ist ganzjährig besuchbar. Wer Sonne und Wärme will, kommt an die Westküste oder Südspitze, die auch im Winter rund 300 Sonnentage haben. Der Frühling (März bis Mai) ist ideal: wenig Touristen, angenehme Temperaturen, die Vegetation auf dem Höhepunkt. Der Sommer bringt mehr Besucher und wärmeres Wasser. Im Winter sind die einsamen Strände am einsamsten.

Was hat La Palma, das die anderen Kanaren nicht haben? Schwarzen Sand, den man sich manchmal verdient. Naturbäder im Lavagestein. Fischerhafen-Atmosphäre, die noch echt ist. Und die Stille, die entsteht, wenn man an einem Mittwochmorgen allein am Strand liegt und ausser dem Atlantik nichts zu hören ist.
La Palma: Eine Strandinsel auf ihre eigene Art
La Palmas Strände sind keine Kulisse für Massentourismus – sie sind Teil einer Insel, die sich nicht verbogen hat.
Schwarzer Sand, Naturbäder, einsame Buchten: wer das sucht, findet es hier. Und wer es gefunden hat, kommt wieder.
Häufige Fragen
Hat La Palma weisse Sandstrände?
Welcher Strand auf La Palma ist der beste für Familien?
Welcher Strand ist am ruhigsten und ursprünglichsten?
Kann man auf La Palma das ganze Jahr Baden?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Mai 2026


