Playa de Bujarén – Einsamer Nordstrand in Garafía
Die Nordküste von Garafía ist kein Ort für Badeausflüge mit Liegestuhl und Kiosk. Sie ist ein Ort für alle, die eine Küste suchen, die sich nicht um Besuch bemüht. Die Playa de Bujarén liegt hier: ein kleiner, naturbelassener Strand unter Steilklippen, erreichbar nur über steile Pfade, fast immer menschenleer.

Was man findet
Die Bucht ist schmal und von Lavafelsen eingeschlossen. Der Strand selbst ist schwarzer Sand mit Kiesanteilen – rau, warm in der Sonne, scharf unter nassen Füssen. Die Brandung der Nordküste ist kräftig; ruhige Tage, an denen man sicher schwimmen kann, sind selten. Was man immer findet: Stille, Weite und das Gefühl, dass La Palma sich hier nicht für den Tourismus verbogen hat.
Wer von oben auf die Bucht hinunterschaut, bevor er den Abstieg antritt, sieht ein Bild, das La Palmas Nordküste besser erklärt als jede Beschreibung: Steilwände, schwarzer Sand, türkises Wasser – und kein Mensch.

Was den Abstieg lohnend macht
Der Abstieg zur Playa de Bujarén ist kein einfacher Strandweg. Er ist ein Versprechen: Wer hinabsteigt, erhält eine Küste zu sehen, die nicht für Besucher gestaltet wurde. Wer oben zweifelt, ob der Abstieg sich lohnt, schaut von einem der Aussichtspunkte hinunter. Das Bild – Steilwände, schwarzer Sand, türkises Wasser – ist die Antwort.
Zugang & Sicherheit
Exponierter Abstiegspfad – festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind Voraussetzung. Der Weg ist nur für erfahrene Wanderer zu empfehlen: Die schmale, ausgesetzte Tour verläuft entlang der Klippe. Aufgrund der Instabilität des riesigen Felsmassivs kommt es dort häufig zu Erdrutschen und Steinschlag.
Nordküste La Palmas: Brandung und Strömungen stark und unberechenbar.
Schwimmen nur bei ruhiger See und nur für sehr erfahrene Schwimmer.
Kein Rettungsdienst, keine Strandfahnen, keine Infrastruktur.
Rückweg bergauf immer einplanen.
Garafía: Die Insel hinter der Insel
Garafía fühlt sich manchmal an wie eine andere Insel. Die Gemeinde liegt so abgelegen, dass die Fahrt von Santa Cruz gut eine Stunde dauert – Kurven, Steilhänge, kleine Weiler, die kaum auf Karten eingezeichnet sind. Das macht Garafía für viele Besucher unsichtbar. Für jene, die herkommen, ist genau das der Grund.
Der Queso de Garafía, der berühmte Ziegenkäse aus lokaler Produktion, der Vino de Tea mit seinem harzigen Charakter, der Kulturpark La Zarza y La Zarcita mit den ältesten Petroglyphen La Palmas – das alles ist in Garafía, und all das ist vor Ort zugänglich. Ein Tag in Garafía mit der Playa de Bujarén als Küstenabstieg ist einer der vollständigsten Tage, die La Palma zu bieten hat.

Der Nordküstenblick
Vom Aussichtspunkt Mirador de Serradero über der Playa de Bujarén öffnet sich einer der weitesten Blicke der Insel: die Steilküste in beide Richtungen, das offene Meer davor. Die Barrancos, die sich vom Gebirge zur Küste schneiden, sind von oben als tiefe Einschnitte zu sehen – mit Wegen, über die die Küste früher bewohnt und bewirtschaftet wurde.
Das Meer vor der Nordküste La Palmas ist ein anderes Meer als das vor der Westküste. Kälter, rauer, mit Brandung aus dem offenen Nordatlantik. An der Playa de Bujarén hört man das – das Rauschen ist lauter, die Wellen brechen kraftvoller. Wer sich auf die Felsen setzt und schaut, sieht La Palma von einem Standpunkt aus, den kein Aussichtspunkt mit Parkplatz bietet.
| Lage | Nordküste La Palmas, Gemeinde Garafía |
|---|---|
| Zugang | Steiler Abstiegspfad – Trittsicherheit Pflicht |
| Strand | Schmale Bucht, schwarzer Sand, Lavakies |
| Schwimmen | Nur bei ruhiger See, nur für sehr Erfahrene |
| Kombinierbar | Kulturpark La Zarza · Porís de Santo Domingo · Queso de Garafía |
| Unterkunft | Clariso Garafía (3 Häuser) |
Porís de Santo Domingo
Direkt neben der Playa de Bujarén liegt der alte Hafen von Santo Domingo. Dieser Küstenabschnitt mit steinernen Verladestationen, Fischerhütten und einer historischen Hafenmauer bildete bis in die 1960er Jahre die Lebensader der Nordküste. Erreichbar ist er über einen steilen, aber gut befestigten Weg.

Unterkunft in Garafía
Garafía hat drei Clariso-Ferienhäuser – alle mit dem Charakter einer Gemeinde, die La Palmas Abgeschiedenheit in Reinform lebt. Buchung über Clariso Garafía.
Lorbeerwälder über der Küste
Die Nordhänge Garafías sind von Lorbeerwäldern bedeckt, die sich teils bis an den Rand der Steilküste ziehen. Das sind keine gewöhnlichen Wälder – es sind Überreste des Tertiären Lorbeerwalds, der einst die gesamten Kanarischen Inseln bedeckte und heute nur noch in wenigen Ecken der Makaronesien erhalten ist. Wer durch diese Wälder geht, läuft durch eine Landschaft, die es vor Millionen Jahren schon gab. Eine wunderschöne Lorbeerwaldroute führt von La Zarza durch die Caldera de Agua.

Garafía erkunden: Ein Tag reicht nicht aus
Wer nach Garafía fährt und nur die Playa de Bujarén besucht, hat die Gemeinde nur gestreift. Garafía braucht einen Tag für die Küste und einen zweiten für alles andere: den Kulturpark mit den Petroglyphen, den Weiler El Tablado auf dem Bergkamm, den Käse vom Produzenten, den Vino de Tea beim Ausblick. Wer zwei Tage einplant, kommt mit dem Gefühl zurück, etwas entdeckt zu haben.
Der Käse des Nordens
Der Queso de Garafía ist schwer zu erklären, weil der Geschmack von einem Ort kommt, der sich nicht leicht beschreiben lässt. Die Palmenziegen (Cabra Palmera) grasen auf den Hochflächen über der Küste, fressen Kräuter, die anderswo nicht wachsen, und geben eine Milch, die das in sich trägt. Der Käse reift in kühlen Kellerräumen, bekommt eine feste Rinde, einen Charakter. Man kauft ihn am besten direkt in Garafía – in einem der kleinen Läden am Dorfplatz oder bei einem der Produzenten, die gelegentlich auf den Märkten der Insel anzutreffen sind.

Fazit: Playa de Bujarén
Die Playa de Bujarén ist La Palmas nördlichster einsamer Strand: steil erreichbar, kaum besucht, von der Brandung des offenen Atlantiks geformt.
Garafía zeigt sich hier in seiner reinsten Form – für alle, die bereit sind, herzukommen.
Häufige Fragen
Wo liegt die Playa de Bujarén?
Kann man an der Playa de Bujarén schwimmen?
Was gibt es in Garafía ausser dem Strand?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Mai 2026


