Puerto de Puntagorda – Meerwasserbecken und Felsenhöhlen
Der Nordwesten von La Palma ist ein anderes Kapitel. Puntagorda, bekannt für seine Mandelhaine und die Stille der Hochflächen, hat auch eine Küste – und die ist so abgeschieden, dass sie vielen Besuchern unbekannt bleibt. Der Puerto de Puntagorda ist kein Hafen im klassischen Sinne, er ist ein kleiner Felshafen am Fuss der Steilküste: mit natürlichen Meerwasserbecken, die durch Lavafels geformt wurden, und Höhlen, die das Wasser in den Fels geschnitten hat. Unter einer riesigen, überhängenden Felswand haben Einheimische ihre Hütten direkt in den Berg gebaut – kein Ort, den man zufällig findet, sondern einer, der einen finden lässt.

Der Abstieg: Steil, lohnend, einsam
Die Nordwestküste La Palmas ist steil. Der Abstieg zum Puerto de Puntagorda führt über Treppen und Pfade, die Trittsicherheit und etwas Kondition verlangen. Festes Schuhwerk ist keine Empfehlung – es ist Voraussetzung. Was einen unten erwartet: natürliche Felsenbecken, gefüllt mit klarem Atlantikwasser, Felsenhöhlen, die ins Gestein reichen, und ein Ausblick auf das offene Meer, der das Schweigen verlangt.


Baden & Sicherheit
Kein Rettungsdienst vor Ort. Nur für erfahrene Schwimmer bei ruhiger See.
Der Abstieg ist steil und anspruchsvoll – festes Schuhwerk Pflicht.
Bei Flut können die Becken von Wellen überschwemmt werden.
Die Meerwasserbecken
Die natürlichen Becken im Lavafels sind das Herzstück des Puerto de Puntagorda. Türkisblaues Atlantikwasser füllt die Vertiefungen im Gestein, das Meerwasser tauscht sich mit den Gezeiten aus. Bei ruhiger See sind die Becken ideal zum Schwimmen – klar, kühl, geschützt. Bei Wellengang werden sie gefährlich: die Brandung schlägt dann über die Felskanten und macht das Baden unmöglich.
Die Felsenhöhlen am Rand des Küstenabschnitts sind das zweite Highlight – dunkel, von Wasser poliert, mit dem Rauschen des Meeres als dauernder Begleitung. Diese Höhlen sind kein touristisches Angebot, sondern das Ergebnis von Jahrtausenden Wellenarbeit.

Puntagorda: Mandeln, Wein und Aussicht
Oben auf der Hochfläche liegt Puntagorda – ein Dorf, das La Palma im Februar mit der Mandelblüte bekannt macht. Dann blühen die Mandelhaine in weiss-rosa Wolken und machen den Nordwesten zum begehrtesten Fotomotiv der Insel. Das ganze Jahr über bietet Puntagorda ausserdem einen der weitesten Panoramablicke La Palmas. Küste und Dorf zusammen ergeben einen der vollständigsten Ausflüge im weniger besuchten Nordwesten.
| Lage | Nordwestküste La Palmas, Gemeinde Puntagorda |
|---|---|
| Becken | Natürliche Meerwasserbecken im Lavafels |
| Zugang | Steiler Abstiegspfad – Trittsicherheit und festes Schuhwerk Pflicht |
| Stille | Einer der abgeschiedensten Küstenorte der Insel |
| Rettungsdienst | Keiner – Eigenverantwortung |
| Kombinierbar | Mandelblüte Puntagorda (Feb) · GR-130 Küstenweg · Mirador |
| Unterkunft | Clariso Puntagorda (19 Häuser) |
Unterkunft in Puntagorda
Puntagorda ist eine der Clariso-Gemeinden auf La Palma mit einem überraschend grossen Angebot: 19 Ferienhäuser, viele mit Meerblick und Pool. Wer die Nordwestküste als Basis nutzen will – nahe an Puerto de Puntagorda, der Piratenbucht und dem GR-130 – findet hier eine gute Auswahl. Buchung über Clariso Puntagorda.
Puntagorda: Mandeln, Wein und Aussicht
Puntagorda ist im Februar der begehrteste Fleck auf La Palma. Dann blühen die Mandelbäume und hüllen die Hochfläche in weiss-rosa Wolken. Das Mandelbaumfest ist eines der wichtigsten Volksfeste der Insel und lockt jedes Jahr Tausende von Besuchern. Ausserhalb der Mandelblüte ist Puntagorda ruhiger – aber nicht weniger schön. Die Aussichten auf den Atlantik, die Weinberge auf den Terrassenhängen und die Stille der Hochfläche machen den Ort zu einem der angenehmsten La Palmas.

Der GR-130: Küstenweg von Puntagorda
Der Fernwanderweg GR-130 führt an der Küste von Puntagorda entlang und verbindet den Puerto de Puntagorda mit der Piratenbucht Porís de Candelaria im Süden und dem Puerto de Garafía im Norden. Wer auf dem GR-130 unterwegs ist, sieht die Küste des Nordwestens zu Fuss – von oben auf den Klippen und von unten an den Meerwasserbecken. Der Abschnitt von Puntagorda bis zur Piratenbucht gilt als einer der wildesten und eindrucksvollsten Küstenwanderabschnitte der Kanaren.

Die Wohnhöhlen an der Küste
Auch in Puerto de Puntagorda gibt es, ähnlich wie in den anderen alten Häfen der Nordwestküste, Spuren früherer Bewohner. Kleine Fischerhütten und in den Fels gearbeitete Nischen, die als einfache Unterkünfte dienten, sind am Küstenabschnitt sichtbar. Diese einfachen Strukturen erinnern daran, dass die Küste für die Bewohner Puntagordas einmal der einzige Ausgang zur Aussenwelt war – bevor Strassen die Dörfer verbanden und das Meer seine Rolle als Lebensader verlor.
Türkises Wasser in unwirtlicher Umgebung
Das Kontraststärkste an Puerto de Puntagorda ist die Farbe des Wassers. Die Meerwasserbecken leuchten in einem Türkis, das man auf La Palma sonst eher an den Westküstenorten findet – hier, eingebettet in die raue Steilküste des Nordwestens, wirkt es noch unerwarteter. Das klare Wasser, der schwarze Lavafels rundherum, der weite Atlantik dahinter: wer dieses Bild einmal gesehen hat, weiss warum La Palma mehr ist als seine bekannten Strände.
Naturschutz: Nordwestküste La Palmas
Die Nordwestküste La Palmas, zu der Puerto de Puntagorda gehört, steht unter strengem Naturschutz. Das Wegegebot gilt, das Pflücken von Pflanzen ist verboten, und das Betreten von Abbruchkanten ist aus Sicherheitsgründen untersagt. Die Steilklippen sind instabil – Lavagestein, das Jahrtausende alten Witterungseinflüssen ausgesetzt war, kann bei Erschütterungen abbrechen. Wer sich an die markierten Wege hält und respektvoll mit der Natur umgeht, erlebt eine Küste, die diesen Schutz verdient.
Beste Reisezeit Nordwestküste
Der Nordwesten La Palmas ist wetter-technisch zwischen West- und Nordküste einzuordnen. Die Sonnenstunden sind mehr als im Norden, aber weniger als an der reinen Westküste. Im Winter kann Bewölkung aus dem Norden die Hochflächen erreichen. Der Sommer ist verlässlich sonnig. Die Mandelblüte im Februar macht Puntagorda zum meistbesuchten Fleck der Gemeinde – dann ist auch Puerto de Puntagorda unten an der Küste stärker besucht.
Puerto de Puntagorda ist die Antwort auf eine Frage, die viele Besucher La Palmas nicht stellen: Was gibt es hier, was es nirgendwo sonst gibt? Die Antwort ist: genau das. Natürliche Meerwasserbecken im Lavafels einer Steilküste, die man nur zu Fuss erreicht, in einer Gemeinde, die im Februar nach Mandelblüten riecht und das ganze Jahr über eine Stille ausstrahlt, die sich von den belebteren Teilen der Insel fundamental unterscheidet. Das ist Puerto de Puntagorda.
Ausrüstung für den Abstieg
Festes Wanderschuhwerk ist Pflicht für den Abstieg zum Puerto de Puntagorda. Kein Flipflops, keine Sandalen. Ein gut befestigter, aber steiler Serpentinenweg führt die Steilküste hinunter. Wer zählt: Es sind etwas mehr als 400 Stufen bis zum Meeresspiegel. Wer Wasser, Sonnenschutz und Snacks mitnimmt, ist für einen Halbtag an der Küste gut ausgestattet. Handtuch nicht vergessen – und die Kamera: die Meerwasserbecken im türkisen Licht sind eines der fotogensten Motive des Nordwestens.
Puerto de Puntagorda gehört zu den Orten, die man auf La Palma nur findet, wenn man aktiv sucht. Ein steiler Pfad, der nach unten führt, und am Ende: türkises Wasser in braunem Fels, Stille und das Gefühl, etwas gefunden zu haben, das die meisten anderen übersehen haben.

Fazit: Puerto de Puntagorda
Puerto de Puntagorda ist La Palmas abgeschiedenstes Küstenjuwel: natürliche Meerwasserbecken, Felsenhöhlen.
Der Abstieg ist anspruchsvoll, die Belohnung gross: Stille, klares Wasser, eine Küstenlandschaft, die sich keine Mühe gibt, gefallen zu wollen.
Kombiniert mit der Mandelblüte im Februar ist Puntagorda einer der vollständigsten Ausflüge im Nordwesten La Palmas.
Häufige Fragen
Wie kommt man zum Puerto de Puntagorda?
Wann ist die Mandelblüte in Puntagorda?
Kann man in Puerto de Puntagorda sicher schwimmen?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Mai 2026


