Playa de la Veta – Schwarzstrand durch den Felstunnel
Es beginnt mit einem Parkplatz am Ende einer schmalen Straße. Dann ein dunkler Tunnel, der durch den Fels führt. Am anderen Ende öffnet sich die Küste, und unten, an der Basis einer 200 Meter hohen Steilwand, liegt die Playa de la Veta: ein schwarzer Sandstrand, der sich nur im Frühling und Sommer bildet und im Winter wieder vom Meer zurückgeholt wird. Ein Weg über Klippen, Treppenstufen, Steilwände.

Der Weg ist das Erlebnis
Man stellt das Auto am oberen Ende ab und läuft etwa 25 Minuten. Ein beleuchteter Tunnel erschließt das erste Wegstück zur Playa – danach folgt die Wanderung über die Klippenküste, die atemberaubende Ausblicke auf die Steilküste der Westseite La Palmas bietet. Der Weg ist der erste Teil des Erlebnisses – nicht zu unterschätzen, aber auch nicht zu fürchten.
Unten angekommen: feiner schwarzer Sand, klares Wasser, kleine Fischerhütten, die am Wochenende von Einheimischen genutzt werden. Die Breite des Strandes variiert mit Wellengang und Wasserstand – im Winter ist oft kein Sand sichtbar, im Sommer kann die Bucht 30 bis 40 Meter breit werden.

Baden & Sicherheit
Starke Strömungen auch bei ruhiger Oberfläche – nur für erfahrene Schwimmer.
Kein Rettungsdienst. Der Abstiegspfad ist anspruchsvoll – festes Schuhwerk Pflicht.
Im Winter kann der Strand komplett verschwinden – Besuch nur zwischen April und Oktober sinnvoll.
Der saisonale Strand
Am Fuß der gewaltigen Klippen von Tijarafe zeigt sich Jahr für Jahr ein kleines Naturwunder: die Playa de la Veta. Was im Frühjahr aus dem Nichts entsteht, verschwindet im Herbst ebenso spurlos wieder – ein Spiel der Gezeiten, das man an mehreren Küstenabschnitten La Palmas beobachten kann, nirgendwo jedoch so radikal wie hier. Etwa ab Mai trägt die Strömung feinen, schwarzen Vulkansand an und formt bis in den September hinein eine traumhafte Badebucht. Wer im Winter denselben Ort besucht, findet davon keine Spur mehr: nur nackten Fels und die tosende Brandung des Atlantiks, keinen einzigen Meter Strand.

Lage und Anfahrt:Das Abenteuer Playa de la Veta
Im Gemeindegebiet von Tijarafe, versteckt an der rauen Westküste La Palmas, liegt die Playa de la Veta – und schon die Anfahrt gehört zum Abenteuer. Über die Pista de la Veta, extrem steil, schmal und kurvenreich, geht es von der Hauptstraße LP-1 hinab zur Klippenkante. Geparkt wird nicht direkt am Pfadbeginn, man nutzt den ausgewiesenen Parkplatz etwas weiter oben an der Straße. Festes Wanderschuhwerk ist für den folgenden Abstieg von etwa 20 bis 25 Minuten unverzichtbar. Für den Aufstieg zurück sollte man wegen der enormen Steigung etwa die doppelte Zeit einplanen.

| Lage | Westküste La Palmas, Gemeinde Tijarafe |
|---|---|
| Saison | April–Oktober – im Winter kein Sand |
| Zugang | 25 min Klippenpfad + beleuchteter Felstunnel |
| Strand | Schwarzer Sand, variiert mit Wellengang |
| Rettungsdienst | Keiner – Eigenverantwortung |
| Schuhwerk | Festes Schuhwerk Pflicht |
| Highlight | Beleuchteter Felstunnel als Eingang |
Schwimmen und Strömungen
Das Wasser an der Playa de la Veta ist kristallklar – aber die Strömungen können stark sein. Die exponierte Lage an der Westküste macht die Bucht anfällig für Sog und Unterströmungen, die sich nicht immer an der Oberfläche ankündigen. Nur erfahrene Schwimmer sollten ins Wasser gehen. Kein Rettungsdienst ist vor Ort – wer in Schwierigkeiten gerät, ist auf sich allein gestellt.

Die Wochenendsiedlung an der Veta
Unten an der Playa de la Veta, neben dem Strand, stehen ein paar Fischerhütten und einfache Häuschen – eine kleine Wochenendsiedlung, die von Familien aus Tijarafe und der Umgebung an Sommersamstagen und Sonntagen genutzt wird. Unter der Woche ist kaum jemand hier. Am Wochenende im Sommer erwacht die Siedlung kurz zum Leben: Grillgerüche ziehen durch die Luft, Kinder spielen am Fels, Fischerboote liegen auf der Seite. Es ist das beschaulichste Küstenleben, das man sich vorstellen kann – und dann ist es wieder vorbei.

Fotografieren an der Playa de la Veta
Die Playa de la Veta ist für Fotografen ein Ausnahmeort. Der beleuchtete Tunnel als Eingang, die 200 Meter hohe Steilwand dahinter, der schwarze Sand und das klare Wasser: hier entstehen Bilder mit einer Tiefenwirkung, die man auf La Palma sonst selten findet. Das beste Licht gibt es nachmittags, wenn die Sonne noch nicht über die Steilwand geklettert ist und das Wasser in einem satten Türkis leuchtet. Abends, kurz bevor der Rückweg ansteht, liegt die Wand und der Strand im letzten Tageslicht.
Tijarafe: Mandelblüte, Kiefernwälder und Steilküste
Der Gemeindebereich Tijarafe an der sonnigen Westküste La Palmas gehört zu den landschaftlich eindrucksvollsten Regionen der Insel. Tiefe, schroffe Schluchten, kanarische Kiefernwälder in den rauen Höhenlagen, üppige Mandelbaumhaine auf mittlerer Höhe und karge Lavaklippen an der Küste – das Landschaftsbild wechselt auf wenigen Kilometern komplett. Der charmante Hauptort selbst liegt idyllisch auf mittlerer Höhe. Während die spektakuläre Piratenbucht Porís de Candelaria das weltbekannte Aushängeschild der Gemeinde ist, sind der gewaltige Tiefblick in den Barranco del Jurado und das Küstenabenteuer zur saisonalen Playa de la Veta für Entdecker ebenso lohnend.

Clariso-Ferienhäuser in Tijarafe
Tijarafe ist die Gemeinde mit dem grössten Clariso-Ferienhaus-Angebot auf La Palma: 37 Unterkünfte, viele mit Pool und Meerblick. Wer die Westküste als Basis nutzen möchte – mit kurzen Wegen zu Playa de la Veta, Playa del Jurado und der Piratenbucht – findet hier die beste Auswahl. Buchung direkt über Clariso Tijarafe – ohne Provision an internationale Buchungsplattformen.
Der Saisonrhythmus der Veta
Die Playa de la Veta folgt einem Rhythmus, der von den Jahreszeiten und den Atlantikwellen bestimmt wird. Im April taucht der erste Sand auf, wenn die Winterstürme nachlassen. Im Mai und Juni ist der Strand am vollständigsten – feiner schwarzer Sand, den das Meer aus den Lavafelsen herausgespült hat. Im September beginnt das Meer, den Sand zurückzuholen. Im Oktober und November ist oft nichts mehr übrig. Wer die Playa de la Veta in ihrer schönsten Form sehen will, kommt zwischen Mai und August.
Wer einmal durch den beleuchteten Tunnel gegangen ist und unten am schwarzen Sandstrand der Playa de la Veta gestanden hat, versteht, warum dieser Strand auf Listen der verstecktesten Strände der Kanaren auftaucht. Es ist nicht die Länge des Strandes, nicht die Breite, nicht die Ausstattung. Es ist der Moment selbst: der Tunnel, der Austritt, das Meer. La Palma hat davon mehrere – Orte, die sich erst im letzten Schritt öffnen. Die Veta ist der offensichtlichste davon.
Fazit: Playa de la Veta
Die Playa de la Veta ist La Palmas begehrtestes Geheimnis: 25 Minuten Klippe, ein beleuchteter Tunnel, und dann schwarzer Sand, den sich das Meer jedes Jahr neu ausleiht.
Nur für Frühjahr bis Herbst, nur für erfahrene Schwimmer, nur für Besucher mit festem Schuhwerk und Freude am Weg.
Wer das Ticket löst, bekommt einen der ursprünglichsten Strände der Insel.
Häufige Fragen
Von etwa April bis Oktober. Im Winter holt das Meer den Sand zurück – dann liegt nackter Fels. Der Besuch lohnt sich nur in der Frühlings- und Sommersaison.
Über eine enge Bergstrasse zur Westküste im Gemeindebereich Tijarafe. Parkplatz am oberen Ende, dann 25 Minuten Fussweg über die Klippe und durch den beleuchteten Tunnel. Festes Schuhwerk unbedingt erforderlich.
Ja – der kurze Felstunnel, durch den man den letzten Abschnitt zum Strand geht, ist mit einer einfachen Beleuchtung ausgestattet. Trotzdem empfiehlt sich eine Taschenlampe als Backup.
Bedingt. Der Abstiegspfad ist anspruchsvoll, die Strömungen können stark sein, kein Rettungsdienst vor Ort. Für ältere Kinder mit guter Kondition und Schwimmkenntnissen bei ruhiger See möglich.
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Mai 2026


