Rundwanderung Fuente de los Roques zum Volcán Martín
Der Volcán Martín de Tigalate (1.591 m) ist von Süden her der erste richtige Gipfel der Ruta de los Volcanes. Sein roter Kegel leuchtet aus den schwarzen Lapilli-Feldern wie eine Flamme. Die Rundwanderung ab dem Rastplatz Fuente de los Roques führt auf GR-131, SL-LP 110 und SL-LP 111 zum Kraterrand: 10,2 km, 552 Hm, moderat, 4:30 – 5:30 Stunden.

Die Route kombiniert drei Wegcharaktere: Kiefernwald-Wanderung auf dem GR-131, Traversierung der Flanke des Montaña Pelada auf dem SL-LP 110, und steiler Aufstieg durch schwarzes Lapilli auf dem SL-LP 111. Am Kraterrand: spektakuläre Ausblicke über den rot leuchtenden Vulkankegel, bei guten Bedingungen bis Teneriffa und La Gomera.
Startpunkt: Grill- und Rastplatz Fuente de los Roques. Dieser liegt an der Abstiegs-Route der Ruta de los Volcanes von der Cumbre Vieja nach Fuencaliente — bekannt als einer der schattigen Zwischenstopps der großen Vulkanroute.
Routenfakten auf einen Blick
| Routentyp | Rundwanderung |
|---|---|
| Distanz | 10,2 km |
| Höhenmeter | 552 Hm Aufstieg / 554 Hm Abstieg |
| Höchster Punkt | 1.576 m (Kraterrand Volcán Martín: 1.591 m) |
| Niedrigster Punkt | 1.093 m (Fuente de los Roques) |
| Dauer | 4:30 – 5:30 Stunden |
| Schwierigkeit | moderat (3 Wegmarkierungen, Lapilli-Aufstieg anstrengend) |
| Startpunkt | Rastplatz Fuente de los Roques, Naturpark Cumbre Vieja |
| Wegmarkierung | GR-131 (rot-weiß) | SL-LP 110 (grün-weiß) | SL-LP 111 (grün-weiß) |
| Schutzstatus | Naturpark Cumbre Vieja |
| Ausrüstung | Wasser, Proviant, festes Schuhwerk, Sonnenschutz, Regenschutz, Windschutz |

Anfahrt
Der Rastplatz Fuente de los Roques liegt im Naturpark Cumbre Vieja, erreichbar über die LP-301 von El Paso oder von Fuencaliente. Parkplatz am Rastplatz. Das Gebiet ist bekannt als Ausgangspunkt für mehrere Wanderungen und wird auch von der Ruta de los Volcanes passiert.
Die Route im Detail
GR-131 aufwärts bis Wegkreuzung SL-LP 110
Über einen kurzen, steilen Verbindungsweg vom Rastplatz auf den GR-131 (rot-weiß). Dann nach rechts bergauf durch lichten Kiefernwald. In sanftem Auf und Ab vorbei am Montaña del Fuego durch eine mit Kanarischen Kiefern besiedelte Vulkanlandschaft. Erste Ausblicke auf den Montaña Pelada und den Volcán Martín. In einer Senke: Wegkreuzung. Hier den GR-131 verlassen und links auf den SL-LP 110 abbiegen (Beschilderung: Vereda de Las Cabras – Fuente del Tión).

SL-LP 110 entlang der Flanke des Montaña Pelada
Auf schmalen Pfaden entlang der Flanke des Montaña Pelada durch den Kiefernwald. Querung einer baumlosen Lapilli-Fläche. Dann weite Rechtskurve durch Kiefernwald sanft bergauf. Nach einer Piste: Wegkreuzung zum SL-LP 111. Optionaler Abstecher zur Fuente del Tión (200 m) — ein verschlossener Wasserstollen als ehemalige Viehtränke. Dann auf dem SL-LP 111 (grün-weiß) bergauf Richtung Ruta de los Volcanes.

SL-LP 111: Aufstieg durch schwarzes Lapilli zum Volcán Martín
Der Aufstieg durch das lose schwarze Lapilli ist der anstrengendste Abschnitt: Jeder Schritt versinkt leicht, der Boden gibt nach. An heißen Tagen sehr kräftezehrend. Vorbei an vereinzelt stehenden kleinen Kiefern erreicht man die karge schwarze Vulkanlandschaft beim Volcán Martín. Der SL-LP 111 mündet an der westlichen Flanke des Martín auf den GR-131. Diesem noch kurz weiter bergauf folgen, dann Abzweigung zum Krater.

Gipfel des Volcán Martín de Tigalate (1.591 m): Eindrucksvoll roter Vulkankegel, der sich spektakulär aus den schwarzen Lapilli-Feldern abhebt. Die Quelle Fuente del Fuego liegt in einer Vulkanhöhle im nördlichen Krater — führt aber nur nach lang anhaltenden Regenfällen Wasser. Panorama bei guten Bedingungen: Südspitze La Palmas, Teneriffa, La Gomera.
Rückweg über GR-131 und SL-LP 110 zum Rastplatz
Auf dem GR-131 abwärts durch schwarze Vulkanlandschaft. Auf rutschigem Untergrund stellenweise steil bergab. Links: unteres Eruptionszentrum des Vulkans, Lavatunnel und tiefe Rinnen an der Ostflanke. Kiefernwaldzone, dann zwei scharfe Kehren an der Ostseite des Montaña Pelada. Wieder bekannte Wegkreuzung zum SL-LP 110. Dort links abbiegen: relativ ebener Weg durch tiefere Lavafelder des Vulkans Martín. Durch offenen Kiefernwald bergab zur Piste. Forstpiste nach rechts, vorbei an Lavaflächen, dann Fahrweg zur Fuente de los Roques — nach 500 m der Ausgangspunkt.

Volcán Martín: Geologie und Geschichte
Der Volcán Martín de Tigalate ist einer der südlichsten und am besten erhaltenen Vulkankegel der Cumbre Vieja. Sein Name verweist auf einen historischen Grundbesitzer dieser Region. Das leuchtende Rot des Kegels entsteht durch Oxidation des eisenhaltigen Basalts — ein optisches Merkmal, das ihn von den schwarzen Schlacke-Kegeln der nördlicheren Nachbarn unterscheidet.

Die Lavatunnel und tiefen Rinnen an der Ostflanke — auf dem Rückweg gut sichtbar — gehören zu den ausgedehntesten Lava-Kanalsystemen der Cumbre Vieja. Durch diese Kanäle flossen bei historischen Ausbrüchen die Lavaströme zur Küste. Ähnliche Systeme gibt es an der Westseite, wo die Tajogaite-Lava 2021 über solche Kanäle das Meer erreichte.
Beste Reisezeit
| Jahreszeit | Charakter | Hinweis |
|---|---|---|
| Frühjahr (März–Mai) | Kiefernwald frisch, Fernsicht klar | Optimale Bedingungen |
| Sommer (Juni–Aug) | Lapilli-Aufstieg sehr heiß | Frühstart; hohe Wassermengen |
| Herbst (Sept–Nov) | Bestes Licht für roten Krater | Beliebteste Saison |
| Winter (Dez–Feb) | Kühl; Windexposition auf dem Kamm | Windschutz mitbringen |
Unterkunft: El Paso und Los Llanos — Clariso
Der Rastplatz Fuente de los Roques liegt zwischen El Paso und Fuencaliente. Ferienhäuser in El Paso auf clariso.eu — Ferienhäuser El Paso. Häuser wie die Villas las Cercas in Las Manchas bieten direkten Blick auf den Tajogaite-Vulkan.
Kombinierbare Touren
Fuente de los Roques liegt am Südende der Ruta de los Volcanes. Wer von dort direkt zur Ruta aufsteigt oder einen Tag die kurze Volcán-Martín-Runde macht, kombiniert ideal:
| Tour | Daten | Charakter |
|---|---|---|
| Ruta de los Volcanes | 18,7 km, schwer | Die große Vulkanroute — Fuente de los Roques als Abzweigpunkt |
| Rundwanderung auf den Pico Birigoyo | 5,1 km, moderat | Kurze Cumbre-Vieja-Runde am Folgetag |
| Tajogaite-Ausflug ab Fuencaliente | variabel | Ausflug an den Krater des 2021er Vulkans |

GPS-Track und 3D-Routenplaner
Drei Wegmarkierungen erfordern einen GPS-Track. Besonders der Wechsel vom SL-LP 110 auf den SL-LP 111 und der Rückweg-Abzweig am unteren Eruptionszentrum sind im Track markiert. Mit dem kostenlosen 3D-Routenplaner lässt sich die Route mit der Ruta de los Volcanes zu einer großen Tagestour kombinieren — direkt im Browser, ohne App.
Zur Routenseite auf Sunhikes: Rundwanderung Fuente de los Roques zum Volcán Martín
3D-Routenplaner von Sunhikes — Route individuell anpassen und kombinieren
Praktische Tipps
Notruf 112. Der Lapilli-Aufstieg auf dem SL-LP 111 kostet überproportional viel Kraft — Tempo drosseln, kurze Pausen einplanen. GPS-Track laden für die drei Wegmarkierungs-Wechsel. Keine Quelle auf der Strecke (Fuente del Tión führt meist kein Wasser).
Hinweis: Naturpark
Vollständig im Naturpark Cumbre Vieja. Wegegebot, Abfallmitnahme, Feuerverbot.
Häufige Fragen
Was ist die Fuente del Fuego?
Was macht den Lapilli-Aufstieg so anstrengend?
Fuente de los Roques: der Rastplatz am Südende der Ruta
Der Rastplatz Fuente de los Roques liegt inmitten dichter Kiefernwälder im Naturpark Cumbre Vieja und ist bekannt als Abstiegspunkt der Ruta de los Volcanes — wer die große Vulkanroute von El Pilar bis Fuencaliente geht, passiert hier den Bereich zwischen Volcán Martín und Fuencaliente. Der Rastplatz bietet Picknicktische, Grillstellen und Schatten — ein echter Komfort-Punkt in einem Naturpark, der sonst wenig davon bietet.

Der GR-131 führt direkt an der Fuente de los Roques vorbei — was diesen Ausgangspunkt für mehrere Rundtouren attraktiv macht. Wer die Volcán-Martín-Runde als Einstieg wählt und danach noch Energie hat, kann unmittelbar auf der Ruta de los Volcanes weiterwandern Richtung Deseada oder Fuencaliente. Die Fuente de los Roques ist damit kein touristischer Endpunkt, sondern ein Durchgangspunkt im besten Sinne.
Lavatunnel und Kanalsysteme an der Ostflanke
Auf dem Rückweg des GR-131 unterhalb des Volcán Martín sieht man links des Weges die Lavatunnel und tiefen Rinnen an der Ostflanke des Berges. Diese Kanalsysteme entstanden, als die Lava bei historischen Ausbrüchen durch bereits abgekühlte äußere Schichten weiterfloss und Tunnel hinterließ. Die sichtbaren Öffnungen und Einbrüche in den Tunnel-Strukturen sind direkte Zugänge ins Innere des Berges — dunkel, kühl und nach Vulkangestein riechend.

Für Wanderer, die die Ruta de los Volcanes kennen, ist die Volcán-Martín-Runde ein perfekter Halbtags-Ergänzungstag: Man erkundet das Südende der Vulkankette auf einer kompakten Runde, ohne die volle Kondition der großen Tour zu benötigen. Die schwarzen Lapilli-Felder um den Martín wirken tagsüber anders als auf der großen Route — ruhiger, mit Zeit zum Schauen statt nur zum Weitergehen.
Ein Detail, das Geologie-Interessierte schätzen: Der rote Vulkankegel des Martín entsteht durch Oxidation von Eisenverbindungen im Basalt bei hohen Temperaturen. Die gleiche Chemie, die Rost rot macht, macht Vulkankegel rot. Die schwarzen Lapilli-Felder ringsherum entstanden durch dasselbe Magma — aber in einer anderen Abkühlungsumgebung. Farbe als Abkühlungsgeschichte: Das ist vulkanische Geologie zum Anfassen.
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Mai 2026


