Puerto Espíndola – Der Hafen von San Andrés
In San Andrés, einer der schönsten historischen Altstädte La Palmas, gibt es mehr zu entdecken als die Hauptstrasse vermuten lässt. Wenige Schritte vom Ortszentrum entfernt liegt Puerto Espíndola: ein kleiner Fischerhafen, an dem noch heute Boote aus- und einlaufen, Rum aus heimischem Zuckerrohr hergestellt wird und das klare Wasser des Atlantiks zum Schwimmen einlädt.

Hafen und Hafenbecken
Das Hafenbecken von Puerto Espíndola ist zum Schwimmen freigegeben. Das Wasser ist tiefer und klarer als in vielen Naturbädern der Küste – keine Lavabecken mit Algenbewuchs, sondern offenes, tiefes Wasser. Wer nach dem Besuch im benachbarten Charco Azul noch schwimmen möchte und das tiefere, ruhigere Wasser bevorzugt, wechselt zum Hafen.
Die Boote schaukeln, die Fischer reparieren Netze, gelegentlich läuft ein Kutter ein. Puerto Espíndola ist ein kleiner Hafen geblieben, weil er kein Touristenhafen wurde.

Baden & Sicherheit
Das Hafenbecken ist zum Schwimmen freigegeben – ruhiges, tiefes Wasser.
Bei auflandigem Wind und Schwell kann auch das Hafenbecken unruhig werden.
Kein Rettungsdienst. Auf die Flaggen am Hafen achten.
Badeschuhe für den Einstieg ins Wasser empfehlenswert.
Tauchen in Puerto Espíndola
Wer in Puerto Espíndola taucht, taucht in eine wahre Farbenexplosion ein: Der Meeresgrund von San Andrés y Sauces zeigt sich in seiner ganzen natürlichen Pracht. Schwämme und Weichkorallen säumen den Untergrund, während Bernsteinmakrelen, Zackenbarsche, Papageifische, Goldstriemen, Geißbrassen und Neon-Riffbarsche vorbeiziehen – typische Bewohner der Kanarischen Inseln. Mit etwas Glück zeigen sich sogar Schmetterlingsrochen, Gestreifte Adlerrochen oder ein scheuer Meerengel. Ein Nachttauchgang ist besonders lohnenswert und zählt zu den eindrucksvollsten Erlebnissen an dieser Küste.
Ron Aldea: Rum aus der Destillerie nebenan
Direkt neben dem Hafen produziert die Destillerie Ron Aldea Rum aus kanarischem Zuckerrohr – eine Tradition, die im Nordosten La Palmas tief verwurzelt ist. Das Zuckerrohr wird in der Region angebaut, der Rum noch heute nach alten Methoden destilliert. Führungen und Proben sind möglich. Wer morgens am Hafen schwimmt und nachmittags eine Rumprobe macht, hat den Nordosten La Palmas auf die direkteste Weise kennengelernt.
San Andrés: Die Altstadt
San Andrés ist eine der bemerkenswertesten Altstädte La Palmas. Die Plaza de San Andrés mit ihrem Brunnen und den typischen Holzbalkonhäusern ist das Herzstück. Die Iglesia San Andrés Apóstol überragt den Platz. Malerische Gassen mit Ausblicken auf den Atlantik: das ist San Andrés in wenigen Schritten zu erkunden. Der Hafen liegt nur wenige Minuten vom Ortszentrum entfernt – Altstadt und Strand lassen sich mühelos kombinieren.

Charco Azul und Lorbeerwälder
Puerto Espíndola liegt in unmittelbarer Nähe des Naturbads Charco Azul – dem bekanntesten Meerwasserbecken des Nordostens. Wer beide kombiniert, hat den vollständigsten Badebesuch der Ostküste: Naturbecken für Familien, Hafenbecken für Schwimmer. Und wer den Tag verlängern will, fährt vier Kilometer weiter ins Biosphärenreservat Los Tilos, den letzten grossen Lorbeerwald der Welt.

| Lage | Nordostküste La Palmas, Gemeinde San Andrés y Sauces |
|---|---|
| Schwimmen | Hafenbecken freigegeben – ruhig und tief |
| Besonderheit | Ron Aldea Destillerie direkt nebenan |
| Altstadt | San Andrés – zu Fuss erreichbar |
| Kombinierbar | Charco Azul · Ron Aldea · Los Tilos Lorbeerwälder |
| Anreise | Von Santa Cruz ca. 20 min; gut erreichbar |
Die Küstenwanderung nach Charco Azul
Der Küstenpfad vom San Andrés zum Charco Azul ist einer der leichtesten und schönsten Küstenwanderwege des Nordostens. Die Strecke dauert 20 bis 30 Minuten, führt über Lavagestein, vorbei an alten Kalköfen – Hornos de Cal, die historischen Kalköfen der Küstenbewohner – und gibt beim Ankommen am Naturbad das Gefühl, sich den Badebesuch verdient zu haben. Wer die Strecke in beide Richtungen geht, hat einen vollständigen Küstenmorgen.

Altstadtgassen und Ausblick
San Andrés hat Gassen, die auf La Palma ihresgleichen suchen. Enge gepflasterte Wege zwischen weiss gekalkten Häusern, Holzbalkone, die über die Gasse ragen, und am Ende immer der Ausblick: das Meer, die Küste, die Steilhänge dahinter. Wer vom Hafen aus durch die Altstadt schlendert und dann wieder zurückkommt, sieht San Andrés von zwei Seiten – Küste und Dorf, Hafen und Platz.

Los Tilos: Der Lorbeerwald in der Nähe
Los Tilos liegt von Puerto Espíndola aus vier Kilometer entfernt – das UNESCO-Biosphärenreservat mit einem der bedeutendsten Lorbeerwälder der Welt. Der Wanderweg durch die Schlucht, vorbei an Wasserfällen und moosbedeckten Felsen, ist eine der beeindruckendsten Wanderungen La Palmas. Wer Puerto Espíndola morgens besucht, kann nachmittags in Los Tilos sein. Das ist der Nordosten La Palmas in einem Tag.

Rum und Geschichte
Der Rum aus Puerto Espíndola hat eine Geschichte, die mit dem Zuckerrohr beginnt. Im Nordosten La Palmas wird Zuckerrohr seit Jahrhunderten angebaut – eine Tradition, die die Spanier auf die Insel brachten und die bis heute lebt. Die Destillerie Ron Aldea ist kein Museum, sondern ein aktiver Betrieb: das Zuckerrohr kommt von lokalen Feldern, der Rum wird destilliert und gereift. Eine Führung dauert eine Stunde und erklärt, warum dieser Rum anders schmeckt als alles, was man aus der Karibik kennt.

Puerto Espíndola ist einer jener Orte, an denen man nicht lange bleibt und trotzdem lange denkt. Hafen, Rum, Altstadt – drei Stunden reichen. Das Bild vom Hafen, die Gasse mit dem Atlantikblick, der Geschmack des Rums: das bleibt länger als die Zeit, die man dafür aufgebracht hat.
Fazit: Puerto Espíndola
Puerto Espíndola ist mehr als ein Hafen: Rum, Altstadt, klares Wasser und der Nordosten La Palmas in seiner entspanntesten Form.
Ideal kombiniert mit dem Charco Azul und einem Nachmittag in Los Tilos.
Häufige Fragen
Was ist Puerto Espíndola?
Was ist Ron Aldea?
Was ist in San Andrés noch zu sehen?
Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Mai 2026


