La Palma Highlights – 15 Sehenswürdigkeiten, die die Insel ausmachen

La Palma ist eine kleine Insel – 47 Kilometer lang, 29 Kilometer breit – aber sie ist dicht gepackt mit Natur, Kultur und Erlebnissen, die auf keiner anderen kanarischen Insel in dieser Kombination zu finden sind. Diese 15 Highlights sind die Essenz La Palmas: das, was die Insel von allen anderen unterscheidet und was keiner verpassen sollte.

Die Caldera de Taburiente – das eindrucksvollste Naturphänomen La Palmas
Die Caldera de Taburiente – das eindrucksvollste Naturphänomen La Palmas

1. Caldera de Taburiente – das Herzstück

Der gewaltiger Erosionskrater im Norden der Insel – 9 Kilometer Durchmesser, bis zu 1.700 Meter tiefe Wände – ist das bekannteste Naturphänomen La Palmas und seit 1954 Nationalpark. Der einfachste Zugang: La Cumbrecita auf 1.833 m (Parkplatz reservierungspflichtig). Wer tiefer will: Abstieg von Los Brecitos zur Playa de Taburiente mit Cascada de Colores (Wasserfall mit farbigem Mineralgestein).

die Playa de Taburiente im Herz des Nationalparks Caldera de Taburiente
die Playa de Taburiente im Herz des Nationalparks Caldera de Taburiente

Der einfachste Zugang:

Der Aussichtspunkt La Cumbrecita auf 1.833 Metern (Achtung: Der Parkplatz ist vorab online reservierungspflichtig!).

Für Wanderer:

Der spektakuläre Abstieg von Los Brecitos hinab zur Playa de Taburiente im Kraterkessel und weiter zur berühmten Cascada de Colores – einem durch Mineralien bunt gefärbten Wasserfall.

2. Roque de los Muchachos – über den Wolken

2.426 Meter, der höchste Punkt La Palmas. Blick in die Caldera auf der einen Seite, Wolkenmeer und Nachbarinseln auf der anderen. Das Observatorio del Roque de los Muchachos mit dem Gran Telescopio Canarias – dem größten Einzelspiegel-Teleskop der Welt (10,4 m Durchmesser). Frei zugänglich, keine Reservierung, warme Kleidung Pflicht.

Vom Roque de los Muchachos öffnet sich La Palma in seiner ganzen Tiefe – Caldera, Bejenado und die Cumbre Vieja auf einen Blick.
Vom Roque de los Muchachos öffnet sich La Palma in seiner ganzen Tiefe – Caldera, Bejenado und die Cumbre Vieja auf einen Blick.

Wichtiger Hinweis:

Der Gipfelbereich ist tagsüber frei zugänglich. Nachts wird die Zufahrt zum Observatorium und zum eigentlichen Gipfelplateau zum Schutz der astronomischen Anlagen für den öffentlichen Verkehr gesperrt.

3. Tajogaite-Lavafeld – die jüngste Erde der Welt

Das Lavafeld des Vulkanausbruchs von 2021 ist ein Ort, der den Besucher sprachlos macht: 1.219 Hektar schwarzes Gestein, ein neues Küstendelta, das noch keine fünf Jahre alt ist. Mirador de Las Hoyas für den Überblick, Lavafeld-Weg Tajuya–Jedey für die Bodennähe. Kein anderes Reiseziel in Europa hat etwas Vergleichbares.

der 2021 entstandene Tajogaite, der jüngste Vulkan der Cumbre Vieja auf La Palma
der 2021 entstandene Tajogaite, der jüngste Vulkan der Cumbre Vieja auf La Palma

Die besten Spots:

Den perfekten Überblick über das Ausmaß und den neuen Vulkankegel bietet der Mirador de Las Hoyas. Wer den erstarrten Lavaströmen ganz nahe kommen möchte, wandert auf den freigegebenen Pfaden zwischen Tajuya und Jedey.

4. Balcones Típicos – das Wahrzeichen der Hauptstadt

An der Avenida Marítima in Santa Cruz de La Palma: die berühmten Holzbalkone, von portugiesischen Zimmerleuten im 16. Jahrhundert gefertigt, UNESCO-anerkannt, in Berggrün gestrichen. Das Wahrzeichen der Insel und eines der schönsten historischen Stadtbilder der Kanaren.

Santa Cruz de La Palma – Balcones Típicos, jeder Balkon ein Unikat
Santa Cruz de La Palma – Balcones Típicos, jeder Balkon ein Unikat

5. Los Tilos – UNESCO-Lorbeerwald

Der Lorbeerwald von Los Tilos gehört zu den letzten erhaltenen Lorbeerwäldern Europas. Bereits 1983 wurde das Gebiet von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt. Seit 2002 gehört die gesamte Insel La Palma zum UNESCO-Biosphärenreservat.

Cascada de los Tilos – Wasserfall im Lorbeerwald
Cascada de los Tilos – Wasserfall im Lorbeerwald

Die Highlights vor Ort:

Der spektakuläre, leicht zugängliche Wasserfall Cascada de los Tilos liegt nur wenige Gehminuten vom Besucherzentrum entfernt. Abenteuerlustige wandern urch 13 Felstunnel den Quellen von Marcos und Cordero.

6. Fuencaliente – Leuchttürme und Salinen

Am Südkap: zwei Leuchttürme (einer halb in Lava vergraben), weiße Salinen mit Sal de Teneguía, Volcán San Antonio und Volcán Teneguía. Die Kombination aus Vulkan, Meersalz, Wein und atlantischem Sonnenuntergang macht Fuencaliente zu einem der vielschichtigsten Ausflugsziele der Insel.

Zwei Leuchttürme, zwei Epochen – der alte und der neue Faro de Fuencaliente
Zwei Leuchttürme, zwei Epochen – der alte und der neue Faro de Fuencaliente

Genuss-Tipp:

Im Restaurant Temático El Jardín de la Sal direkt an den Salinen kann man bei einem fantastischen Sonnenuntergang das handgeschöpfte Salz (Flor de Sal) und lokalen Wein probieren.

7. Marcos y Cordero – Quellen im Urwald

Dreizehn Tunnel, ein historisches Bewässerungssystem und die beiden namensgebenden Quellen Marcos und Cordero machen diese Wanderung zu einer der außergewöhnlichsten der Insel. Eine Taschenlampe ist unverzichtbar.

Wasserschleier am Tunnel der Marcos-y-Cordero-Quellen – Wasser aus dem Fels im Lorbeerwald Los Tilos
Wasserschleier am Tunnel der Marcos-y-Cordero-Quellen – Wasser aus dem Fels im Lorbeerwald Los Tilos

Wichtig für die Tour:

Eine Stirnlame oder Taschenlampe und eine wasserfeste Regenjacke sind absolut obligatorisch, da es im Tunnel von der Decke regnet.

8. Piratenbucht Porís de Candelaria – das Versteck

Eine riesige natürliche Felskuppel direkt am Meer, in der Einheimische ihre Wochenendhäuser gebaut haben. Nur per Boot oder über einen steilen Wanderweg erreichbar. Eines der kuriosesten und eindrücklichsten Orte der kanarischen Atlantikküste.

Porís de Candelaria — Piratenbucht auf La Palma
Porís de Candelaria — Piratenbucht auf La Palma

Der Zugang:

Erreichbar über eine schmale, steile Straße mit anschließendem Fußweg oder deutlich entspannter im Rahmen einer Bootstour ab dem Hafen von Tazacorte.

9. Ruta de los Volcanes – Vulkankamm-Wanderung

18,7 Kilometer auf dem Vulkankamm der Cumbre Vieja, über erkaltete Krater, Lapilli-Felder und schwarze Ascheflächen. Eine der besten Wanderungen der gesamten Kanaren – für erfahrene Wanderer ein Pflichttag auf La Palma.

Die Ruta de los Volcanes verläuft entlang der Cumbre Vieja im Süden La Palmas
Die Ruta de los Volcanes verläuft entlang der Cumbre Vieja im Süden La Palmas

Achtung:

Auf der Cumbre Vieja gibt es kaum Schatten und keine Wasserquellen. Knöchelhohe Wanderschuhe, Windschutz und mindestens 2 bis 3 Liter Wasser pro Person sind hier Pflicht!

10. Santa Cruz de La Palma – die schönste Altstadt

Gegründet 1493, zeitweise drittgrößter Hafen des spanischen Imperiums. Renaissancerathaus, Iglesia de El Salvador mit gotischem Portal, Nachbau der Santa María (Museo Naval), Balcones Típicos. Eine Altstadt, die in Europa unter diesem Niveau der Erhaltung selten ist.

Santa Cruz de La Palma – Balcones Típicos, jeder Balkon ein Unikat
Rund um die Plaza de España reihen sich die Kolonialbauten von Santa Cruz de La Palma

Sehenswert:

Das prächtige Renaissancerathaus an der Plaza de España, die Kirche Iglesia de El Salvador und der originalgetreue Nachbau von Kolumbus‘ Flaggschiff Santa María (das heute das Schifffahrtsmuseum beherbergt).

11. Barranco de las Angustias – die Schlucht der Ängste

Der einzige Ausfluss der Caldera: ein ganzjährig wasserführender Wildbach, der durch eine Schlucht mit bis zu 2.000 Meter hohen Basaltwänden zum Meer fließt. Kissenlava-Formationen an den Schluchtenwänden – das sichtbare Fundament der Insel.

Barranco de las Angustias – tief eingeschnittene Schlucht als einziger Abfluss der Caldera de Taburiente
Barranco de las Angustias – tief eingeschnittene Schlucht als einziger Abfluss der Caldera de Taburiente

Geologische Besonderheit:

Hier liegen beeindruckende Formationen von Jahrmillionen alter Kissenlava (Pillow Lava) frei, die einst tief auf dem Meeresboden entstanden und durch die Hebung der Insel ans Tageslicht befördert wurden.

12. Starlight-Sternenhimmel – dunkelste Nächte Europas

La Palma zählt zu den besten Orten Europas für die Beobachtung des Sternenhimmels. Das Himmelsschutzgesetz (Ley del Cielo) schützt die Insel vor Lichtverschmutzung und sorgt für außergewöhnlich dunkle Nächte.

Über dem Observatorio del Roque de los Muchachos spannt sich die Milchstraße in ihrer vollen Pracht auf
Über dem Observatorio del Roque de los Muchachos spannt sich die Milchstraße in ihrer vollen Pracht auf

Erlebnistipp:

Da der Gipfel des Roque de los Muchachos nachts gesperrt ist, bieten die über die ganze Insel verteilten, frei zugänglichen Miradores Astronómicos (wie der Llano del Jable oder der Pico de la Cruz) fantastische Bedingungen für eigene Himmelsbeobachtungen.

13. Tajinaste-Blüte – botanisches Weltwunder

Von Mai bis Juni blühen auf La Palma drei Tajinaste-Arten – davon zwei weltweit ausschließlich auf dieser Insel. Die Tajinaste rosada (rosa), der Pininana (blau-violett, bis vier Meter hoch) und der seltene Tajinaste azul de la cumbre verwandeln die Hochlagen des Roque in ein Farbspektakel ohne kanarisches Gegenstück.

Tajinaste (Echium wildpretii) in den Höhenlagen des Nationalparks Caldera de Taburiente
Tajinaste (Echium wildpretii) in den Höhenlagen des Nationalparks Caldera de Taburiente

14. La Zarza y La Zarcita – Petroglyphen der Benahoaritas

Die bedeutendsten archäologischen Fundstätten der Kanaren: Felsgravuren der Ureinwohner La Palmas, eingeritzt in Fels auf 1.000 Metern Höhe, im Lorbeerwald von Garafía. 47 Tafeln mit Spiralen, Kreisen und Mäandern – bis heute nicht vollständig entschlüsselt.

La Zarza y La Zarcita – geheimnisvolle Petroglyphen der Ureinwohner im Norden La Palmas
La Zarza y La Zarcita – geheimnisvolle Petroglyphen der Ureinwohner im Norden La Palmas

15. Cueva Bonita – Meereshöhle im Lichtspiel

Nur per Boot erreichbar: Die Cueva Bonita an der Westküste gehört zu den eindrucksvollsten Naturerlebnissen La Palmas. Am Nachmittag fällt die Sonne tief genug in die Meeresgrotte, sodass das reflektierte Wasser faszinierende Lichtmuster auf die mineralreichen Felswände zeichnet.

Cueva Bonita
Cueva Bonita

Die Highlights sinnvoll kombinieren

Die 15 Highlights lassen sich hervorragend zu abwechslungsreichen Tagestouren bündeln:

  • Der Caldera-Tag: Vormittags Auffahrt zum Aussichtspunkt La Cumbrecita, anschließend Wanderung durch den Barranco de las Angustias.
  • Der Gipfel- & Meer-Tag: Frühmorgens zum Sonnenaufgang auf den Roque de los Muchachos (oder die LP-4 Aussichtspunkte), nachmittags entspannte Bootstour zur Cueva Bonita ab Hafen Tazacorte.
  • Der Kultur- & Genuss-Tag: Vormittags Stadtspaziergang durch Santa Cruz (inkl. Balcones Típicos), nachmittags Fahrt in den sonnigen Süden nach Fuencaliente (Salinen & Leuchttürme) mit Abendessen direkt am Meer.
  • Der wilde Norden: Besuch der Petroglyphen von La Zarza, gefolgt von einem Spaziergang im dschungelartigen Lorbeerwald von Los Tilos.

Wie viele Tage braucht man?

  • 7 Tage: Ideal, um alle 15 Highlights entspannt und ohne Zeitdruck zu erleben.
  • 5 Tage: Die absoluten „Must-Sees“ (Caldera, Roque de los Muchachos, Tajogaite-Lavafeld, Santa Cruz, Fuencaliente, Los Tilos, Porís de Candelaria und eine Sternennacht).

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Sehenswürdigkeiten gehören zu den absoluten Highlights La Palmas?

Wer die Insel zum ersten Mal besucht, sollte die Caldera de Taburiente, den Roque de los Muchachos, das Tajogaite-Lavafeld, die Altstadt von Santa Cruz de La Palma und einen Bootsausflug zur Cueva Bonita einplanen. Diese Orte stehen beispielhaft für Natur, Kultur und Vulkanlandschaft der Insel.

Kann man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ohne lange Wanderungen besuchen?

Ja. Viele Highlights sind direkt mit dem Auto oder nach kurzen Spaziergängen erreichbar. Dazu gehören unter anderem die Balcones Típicos, der Roque de los Muchachos, La Cumbrecita, Fuencaliente, Santa Cruz de La Palma und die Cueva Bonita im Rahmen eines Bootsausflugs.

Wie viele Tage sollte man für die Highlights La Palmas einplanen?

Fünf Tage reichen aus, um die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Insel kennenzulernen. Wer zusätzlich Wanderungen unternehmen oder abgelegenere Regionen wie Garafía oder Los Tilos erkunden möchte, sollte mindestens sieben Tage einplanen.

Dieser Artikel basiert auf dem Vor-Ort-Wissen des Gequo-Redaktionsteams – Herausgeber der Reisezeit-Wanderführer und Betreiber von Sunhikes.com. Stand: Mai 2026

www.sunhikes.com